Mit großer Bestürzung hat das Landratsamt Würzburg die Nachricht vom Tod des Ehrenkreisbrandmeisters Dieter Schöll aus Reichenberg aufgenommen, der am 6. Januar im Alter von 66 Jahren gestorben ist. Sein Tod bedeutet einen schweren Verlust für die Feuerwehren im Landkreis Würzburg. Mit Dieter Schöll verliert der Landkreis Würzburg eine Persönlichkeit, die das Feuerwehrwesen über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat.
„Dieter Schöll hat bei seinen Einsätzen immer wieder großen Mut bewiesen und einen unschätzbaren Beitrag zum Bevölkerungsschutz im Landkreis Würzburg geleistet. Selbstlos und mit größtem Verantwortungsbewusstsein hat er sein Tun und Können über Jahrzehnte hinweg in den aktiven Feuerwehrdienst und damit ehrenamtlich in den Schutz seiner Mitmenschen gestellt. Dafür kann ihm nicht genug gedankt werden. Menschen wie Dieter Schöll zeichnen den Landkreis Würzburg aus“, würdigt Landrat Thomas Eberth den Verstorbenen.
Fast fünf Jahrzehnte Engagement für den Bevölkerungsschutz
Dieter Schöll war ein Urgestein der Feuerwehren im Landkreis Würzburg. Als junger Mann trat er in den aktiven Feuerwehrdienst der Freiwilligen Feuerwehr Reichenberg ein. Über nahezu fünf Jahrzehnte hinweg eilte er bei unzähligen Einsätzen Menschen in Not zur Hilfe und übernahm darüber hinaus ehrenamtlich verschiedene Leitungsfunktionen in der Kreisbrandinspektion Würzburg.
Im Jahr 1995 wurde Dieter Schöll zum Kreisbrandmeister ernannt. In den folgenden 25 Jahren war er im Inspektionsbereich Mitte tätig und prägte diesen nachhaltig. Neben den verpflichtenden Lehrgängen – unter anderem als Verbandsführer sowie als Ausbilder für Truppmann und Truppführer – nahm er freiwillig an zahlreichen zusätzlichen Aus- und Fortbildungen auf Landkreisebene sowie an allen drei staatlichen Feuerwehrschulen in Bayern teil.
Höchste Auszeichnung und Ernennung zum Ehrenkreisbrandmeister
Sein umfangreiches Fachwissen gab Dieter Schöll sowohl als Einsatzleiter als auch als Verantwortlicher für die Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses weiter. Generationen von Feuerwehrleuten profitierten von seiner Erfahrung, seiner ruhigen Art und seinem hohen Verantwortungsbewusstsein. Innerhalb der Feuerwehrfamilie galt er als verlässlicher Ansprechpartner und geschätzter Kamerad.
Nach den Bestimmungen des Bayerischen Feuerwehrgesetzes schied Dieter Schöll im März 2024 mit Vollendung seines 65. Lebensjahres aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus. Beim Kreisfeuerwehrtag 2024 in Randersacker wurde er für seine herausragenden Verdienste mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet – der bundesweit höchsten Auszeichnung für Mitglieder der Feuerwehr. Gleichzeitig ernannte ihn Landrat Thomas Eberth im Namen des Landkreises Würzburg zum Ehrenkreisbrandmeister.
Bleibende Verdienste um die Feuerwehren im Landkreis Würzburg
Kreisbrandrat Michael Reitzenstein betont: „Dieter Schöll hat sich in jahrzehntelangem Wirken bleibende Verdienste um die Feuerwehren im Landkreis Würzburg erworben. Sein Engagement, seine Erfahrung und sein Rat waren für viele Kameradinnen und Kameraden von unschätzbarem Wert. Sein Wirken wird in der Feuerwehrfamilie fortleben.“
Die aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie, seinen Angehörigen sowie allen, die ihm freundschaftlich und kameradschaftlich verbunden waren. Der Landkreis Würzburg wird Dieter Schöll ein ehrendes Gedenken bewahren.
Bildunterschrift:
Dieter Schöll bei seiner Verabschiedung aus dem aktiven Feuerwehrdienst beim Kreisfeuerwehrtag 2024 in Randersacker. Der Ehrenkreisbrandmeister aus Reichenberg ist im Alter von 66 Jahren gestorben.
Foto: Steffen Horn
