Viele Menschen nutzen hierzulande die sogenannte fünfte Jahreszeit, um auf Straßen, in Kneipen oder Festsälen Fasching zu feiern und fröhlich zu sein. In diesem Jahr gibt es dazu bis zum 17. Februar Gelegenheit. „Die ungezwungene Faschingszeit vermittelt ein positives Lebensgefühl – und: Lachen ist gesund“, sagt Ulrike Jaques, Ernährungsexpertin bei der AOK in Würzburg. Kinder lachen bis zu 400-mal am Tag, Erwachsene ab dem 40. Lebensjahr im Durchschnitt nur noch etwa 15-mal. Wer ausgelassen ist und seiner Freude freien Lauf lässt, bewegt beim Lachen bis zu 80 Muskeln. Brustkorb, Schultern und Zwerchfell sind aktiv beteiligt und das Herz schlägt schneller, sodass der Körper mehr Sauerstoff aufnimmt. Zudem schüttet er Glückshormone, sogenannte Endorphine, aus, innere Spannungen können sich lösen, Stress abgebaut und die Verdauung angeregt werden. „Wer viel lacht, tut damit auch etwas fürs Immunsystem und trainiert das Herz-Kreislauf-System insgesamt“, so Ulrike Jaques.
Spaß ohne Promille
Damit die gute Stimmung im Faschingsendspurt nicht getrübt wird, hilft es Faschingsfans bei alkoholischen Getränken Maß zu halten. So löst reichlicher Alkoholkonsum starken Wasser- und Mineralstoffverlust aus. Denjenigen, die auch am Tag nach einer Faschingsfeier fit sein und sich gesund fühlen wollen, rät Ulrike Jaques, auf Alkohol möglichst zu verzichten und beruft sich dabei auf die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). „In ihrer aktuellen Neubewertung kommt die DGE zu dem Schluss, dass es keine sichere Menge für einen unbedenklichen oder risikofreien Alkoholkonsum gibt“, sagt sie. Auch kleinste Mengen können demnach das Risiko für Erkrankungen erhöhen. Alkohol stellt einen Risikofaktor für rund 200 Krankheiten dar, insbesondere für Adipositas (starkes Übergewicht), Diabetes, Krebserkrankungen und Demenz sowie für Erkrankungen von Leber, Herz und Gefäßsystem.
Alkoholfreie Alternativen immer beliebter
„Es steht nirgendwo geschrieben, dass man die Einladung zum Alkoholtrinken annehmen muss“, sagt Ulrike Jaques. Wenn jemand alkoholische Getränke höflich, aber bestimmt ablehnt, ist dafür auch keine Begründung nötig. Ausgehen, Lachen und Tanzen macht auch ohne Promille Spaß. „Der im doppelten Wortsinn günstigste Durstlöscher ist natürlich Wasser, aber auch andere alkoholfreie Alternativen löschen gut den Durst, wenn sie nicht allzu viel Zucker enthalten“, so Ulrike Jaques. So erfreuen sich sogenannte Mocktails, Cocktails ohne Alkohol, steigender Beliebtheit, sei es auf privaten Faschingsfesten oder in der Gaststätte, nicht zuletzt bei denen, die nach dem Feiern mit dem Auto nach Hause fahren wollen.
