Zum Internationalen Tages der biologischen Vielfalt, der auch dieses Jahr am Freitag, 22. Mai 2026, stattfindet, hat die Stadt Nürnberg zusammen mit dem Nürnberger Bündnis für Biodiversität ein buntes Programm zusammengestellt. Von winzigen Insekten bis zu meterhohen Bäumen wird an den Tag für Groß und Klein eine Menge geboten. Von Kraftshof im Norden bis Worzeldorf im Süden gibt es an verschiedenen Orten spannende Angebote. Ein buntes, vielfältiges Highlight ist der Biodiversitätstag am Tiergärtnertor ab 14 Uhr mit vielen Mitmachaktionen und kreativem Selbermachen. Die Angebote, teilweise mit Anmeldung finden Interessierte hier(www.nuernberg.de/internet/umweltreferat/biodiversitaet.html). Alle Angebote sind kostenlos und offen für die breite Öffentlichkeit.
„Biologische Vielfalt macht unsere Stadt lebendig und sie schützt uns vor den Folgen der Klimakrise“, betont Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit. „Wenn wir Lebensräume stärken, stärken wir auch uns selbst: für ein gesundes Stadtklima, für mehr Grün im Alltag und für eine Natur, die uns trägt.“
Interessierte freuen sich beim Biodiversitätstag auf Führungen des Bund Naturschutz am Metthingweiher, im InsektenReich oder im Naturgarten und Kinderacker Gebersdorf. Die Stadtnatur kann mit der Umweltstation am Wöhrder See, mit der Regierung auf der Kaiserburg und mit dem Servicebetrieb öffentlicher Raum im Stadtpark erkundet werden. Naturerlebnisse der besonderen Art bieten die Abteilung Botanik der Naturhistorischen Gesellschaft im Naturschutzgebiet Föhrenbuck, der Landschaftspflegeverband Nürnberg am Naturerlebnispfad Lebensader Bahn 2.0 und die Untere Naturschutzbehörde im Steinbruch Worzeldorf. Zum Abschluss des Tages wird es eine abendliche Vogelexkursion in Kraftshof mit dem LBV geben. Zwei Tage später veranstaltet der Tiergarten Nürnberg am Sonntag, 24. Mai 2026, passend zum Thema biologische Vielfalt der Artenschutzsonntag.
Weitere Infos zu Programm und Anmeldungen gibt es hier: www.nuernberg.de/internet/umweltreferat/biodiversitaet.html
Wer selbst zu mehr Biodiversität in seinem Hinterhof beitragen möchte, macht mit beim Abpflastern. Weniger Asphalt, mehr Pflanzen und mehr Grün: Versiegelte Flächen heizen Städte auf, lassen kein Regenwasser versickern und bieten weder Pflanzen noch Insekten Lebensraum. Wer Pflaster durch Grün ersetzt, profitiert dagegen gleich mehrfach: Der Hof oder Garten wird spürbar kühler, Regenwasser versickert, statt in die Kanalisation zu fließen. Und mit heimischen Pflanzen, Wildblumen oder Sträuchern statt Einheitsrasen finden Bienen, Schmetterlinge und Co. wieder einen Platz in der Stadt. Nürnberg ruft zum Mitmachen auf unter dem Motto: „Dort Asphalt. Hier Aufbruch.“ Weitere Informationen finden Sie unter www.nuernberg.de/internet/klima/aufbruch.html.
Entsiegelung ist ein konkreter, direkt sichtbarer Beitrag zum Klimaschutz. Der bundesweite Wettbewerb „Abpflastern“ ruft Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen dazu auf, versiegelte Flächen in Grünflächen zu verwandeln. Alle sind aufgefordert mitzumachen, ihren Hinterhof oder Parkplatz zu entsiegeln und die ihre abgepflasterte Fläche beim Wettbewerb zu melden unter www.abpflastern.de.
Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt des Lebens auf der Erde in all seinen Formen. Die Lebensräume in Nürnberg sind vielfältig. Laut bayerischer Artenschutzkartierung gibt es mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten in der Stadt. Diese besiedeln Feucht- bis Trockenlebensräume wie Auen-. und Feuchtwälder genauso wie Sandlebensräume und Sandmagerrasen oder Flachlandmähwiesen. In Nürnberg sind 258 Hektar Naturschutzgebiet und 4.500 Hektar Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
Die Nürnberger Biodiversitätsstrategie führt zum einen die Qualitäten der Lebensräume auf und bündelt zum anderen die Aktivitäten der Stadt im Bereich Arten- und Biotopschutz und Biodiversität. Ein einfaches Ampelsystem stellt den Umsetzungsstand bestehender Maßnahmen dar. Ein Überblick findet sich hier: www.nuernberg.de/imperia/md/umweltreferat/dokumente/02_biodiversitaetsstrategie_faltplakat_web.pdf


