Chefarzt der Inneren Medizin des Klinikums Main-Spessart Dr. med. Walter Kestel feiert 25-jähriges Jubiläum

 Für 25 Jahre als Chefarzt am Klinik Bild: Anja Hildenbrandum Main-Spessart bedankten sich stellvertretend für den gesamten Eigenbetrieb Klinikreferent René Bostelaar und stellvertretende Personalratsvorsitzende Barbara Otter bei Dr. med. Walter Kestel. Für 25 Jahre als Chefarzt am Klinik Bild: Anja Hildenbrandum Main-Spessart bedankten sich stellvertretend für den gesamten Eigenbetrieb Klinikreferent René Bostelaar und stellvertretende Personalratsvorsitzende Barbara Otter bei Dr. med. Walter Kestel.

Erfahrener Mediziner prägte Entwicklung des Krankenhauses entscheidend mit

Lohr a.Main, 20.09.2022 Der September dieses Jahres ist für den Chefarzt der Inneren Medizin I - Gastroenterologie, Onkologie und Infektiologie, Dr. med. Walter Kestel, ein besonderer. Vor einem Vierteljahrhundert begann der erfahrene Mediziner als Chefarzt am Klinikum Main-Spessart. Darüber hinaus war er 12 Jahre Ärztlicher Direktor und ist seit 2016 stellvertretender ärztlicher Direktor.

 

Die Onkologie von Grund auf aufgebaut

1997 trat er seinen Dienst als Chefarzt der Inneren Medizin an. Zu diesem Zeitpunkt gab es am Klinikum nur eine Abteilung in diesem Bereich. Erst 2016 teilte sich die Fachabteilung zum einen in die Bereiche Gastroenterologie, Onkologie und Infektiologie und zum anderen in die Kardiologie und Intensivmedizin auf. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt dabei in der Onkologie. „Als ich im Lohrer Krankenhaus begann, gab es noch keine Onkologie am Hause. Daher habe ich diese von Grund auf neu aufgebaut und etabliert. Ich betreue mittlerweile sehr viele onkologische Patienten bei uns. Dabei haben wir auf der entsprechenden Station auch zwei spezielle Zimmer zur palliativmedizinischen Versorgung“. In der Zukunft, so ist sich Kestel sicher, wird die Onkologie als Teil der Altersmedizin noch weiter an Bedeutung zunehmen.

Die Abteilung in ihrer heutigen Form leitet Kestel seit 2019 im Co-Chefarztmodell mit Dr. med. André Ragheb. Ein solches Teammodell ist am Lohrer Krankenhaus einzigartig. „Von der Expertise meines Chefarzt-Kollegen profitieren wir alle – sowohl die Patienten als auch die Belegschaft.“ Die gemeinsame Leitung sei etwas Besonderes, die den reibungslosen Übergang der Abteilung ermögliche, wenn Kestel im kommenden Jahr in den Ruhestand gehe. „Auch ich sehe seinen Weggang mit einem weinenden Auge“, so Ragheb. 

Langjährige Erfahrung als Mediziner Kestels medizinische Erfahrung geht dabei über die 25-jährige Amtszeit am Klinikum Main-Spessart weit hinaus. Der gebürtige Ochsenfurter studierte von 1977 bis 1984 Humanmedizin an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Nach dem Wehrdienst und verschiedenen Stationen im Krankenhaus Bad Mergentheim und dem Universitätsklinikum Würzburg folgte 1987 die Promotion. Im Anschluss an die Anerkennung des Facharztes für Innere Medizin und des Teilgebiets der Gastroenterologie wirkte der Mediziner dann als leitender Oberarzt am Klinikum Aschaffenburg worauf die Chefarztanstellung am Klinikum Main-Spessart folgte.

Und so blickt der Arzt auf eine breiten Erfahrungsschatz, der den Patienten zugutekommt. „Mir war und ist immer wichtig, den Patienten ganzheitlich zu betrachten, das Wissen zu bündeln und dann einen Fahrplan aufzustellen. Ich muss eine umfassende Vorstellung davon bekommen, welche Symptome vorliegen, wie der Verlauf ist und welche Behandlungsmethoden möglich sind.“ Dabei arbeitet Kestel auch eng mit seinen interdisziplinären Kolleginnen und Kollegen zusammen. Im sogenannten Tumorboard bespricht er seine onkologischen Fälle gemeinsam mit den Chirurgen, Internisten, Pathologen, Radiologen und Strahlentherapeuten, um dem Patienten die bestmögliche Behandlung ermöglichen zu können.

 

Verschiedene Positionen im Klinikum inne

Während der bisherigen 25 Jahre am Klinikum nahm Kestel weitere Funktionen zusätzlich zur Chefarztposition an. So war er 10 Jahre standortübergreifend auch am Krankenhaus Marktheidenfeld chefärztlich tätig. 12 Jahre bekleidete er das Amt des Ärztlichen Direktors und war so als Mitglied des Direktoriums Verantwortlicher für alle Ärzte des Klinikums. Dem derzeitigen Ärztlichen Direktor PD Dr. med. Jörn Maroske steht er, wie bereits seinem Vorgänger Dr. med. Matthias Schneider, als Stellvertreter zu Seite. Zudem führt er als Ärztlicher Leiter das Zentrallabor des Hauses.

Ein wichtiger Moment seines Wirkens am Klinikum Main-Spessart war für den Walter Kestel sicherlich die Zentralisierung der Krankenhausstandorte an einem gemeinsamen Standort in Lohr. Bereits vor der Entscheidung durch den Kreistag plädierte er im Jahr 2004 in seiner Funktion für die Zusammenarbeit der damaligen, für sich eigenständigen, Krankenhäuser. Dabei prägte er auch den heutigen Unternehmensnamen „Klinikum Main-Spessart“.

Klinikreferent René Bostelaar bedankte sich stellvertretend für das gesamte Klinikum Main-Spessart für die langjährige Treue und den Einsatz: „Eine solch lange Dienstzeit als Chefarzt ist etwas Besonderes, das wir mit Respekt und Dankbarkeit würdigen möchten. Dr. Kestel hat viel an unserem Klinikum bewegt, das Haus und die Gesundheitsversorgung im Landkreis maßgeblich geprägt und ist für unsere Patientinnen und Patienten sowie die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen in MainSpessart wichtiger und fester Ansprechpartner in Sachen Gesundheit“. Besonders seine Weitsicht in der Entwicklung der eigenen Abteilung aber auch des gesamten Klinikums hebt er dabei hervor.

Auch der ehemalige Klinikreferent und Vorsitzender des Fördervereins für das Klinikum Main-Spessart e.V., der viele Jahre gemeinsam mit dem Jubilar am Eigenbetrieb tätig war, würdigt die Leistungen des Mediziners und langjährigen Ärztlichen Direktors: „Dr. Kestel war bei allen Entscheidungen, Veränderungen und Entwicklungen in meiner Amtszeit, aber auch darüber hinaus, stets ein großer Unterstützer und Fels in der Brandung.“

 

Über die Abteilung Innere Medizin I - Gastroenterologie, Onkologie und Infektiologie

Die Abteilung Innere Medizin I am Klinikum Main-Spessart vertritt die Schwerpunkte Gastroenterologie, Onkologie und Infektiologie. Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit der Innere Medizin II – Kardiologie und Intensivmedizin sämtliche allgemeininternistischen Krankheiten behandelt. Die Gastroenterologie bildet mit der Viszeralchirurgie zusammen den Kern der Viszeralmedizin (Bauchmedizin) und beschäftigt sich mit allen Erkrankungen des Verdauungssystems. Zur Beschreibung und Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen bildet das Klinikum Main-Spessart das gesamte diagnostische und therapeutische Spektrum ab – von der Vorsorge bis zur Nachsorge. Der gastroenterologische Funktionsbereich bildet daher das Herzstück der Abteilung. Eine 24h-Endoskopie-Bereitschaft für Notfalluntersuchungen wird an 365 Tagen im Jahr vorgehalten.

 

Über das Klinikum Main-Spessart

Das Klinikum Main-Spessart, ein Eigenbetrieb des Landkreises Main-Spessart, beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeitende an den Standorten Lohr am Main, Marktheidenfeld und Gemünden. Als leistungsstarkes Krankenhaus der Akut-, Grundund Regelversorgung mit zentraler Notaufnahme und als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Würzburg bietet es ein breites Spektrum moderner Hochleistungsmedizin auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Ein Bildungszentrum für Pflegeberufe, ein geriatrisches Zentrum sowie zwei Senioreneinrichtungen runden das wohnortnahe Angebot ab. Als Leuchtturmprojekt des Freistaates Bayern entsteht am Standort Lohr ein neues Zentralklinikum mit einer Nutzfläche von rund 17.000 Quadratmeter und 280 Betten. Für das Bauvorhaben wurde eine finanzielle Förderung in Höhe von 108,992 Mio. Euro in Aussicht gestellt.

 

 

Aytürk

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