Entlastung von Bürokratie: Jetzt und konsequent!

HWK für Oberfranken/Kerstin Haack. HWK für Oberfranken/Kerstin Haack.

Handwerkskammer für Oberfranken fordert dringenden Bürokratieabbau zur Unterstützung des Handwerks

 

Oberfranken, 6. Juni 2023 – Die Handwerkskammer für Oberfranken tritt energisch für einen sofortigen Bürokratieabbau ein und macht auf die gravierenden Probleme aufmerksam, die das Handwerk durch übermäßige Bürokratiebelastung erfährt. Angesichts der herausfordernden Zeiten, in denen sich das Handwerk und unsere Wirtschaft insgesamt befinden, ist eine dringende Vereinfachung der Verwaltungsprozesse unerlässlich, um die Zukunftsfähigkeit der Branche und ein effizientes Arbeiten sicherzustellen.

 

Das Handwerk in Oberfranken steht vor erheblichen Herausforderungen, die nicht nur durch den Fachkräftemangel, sondern auch durch eine überbordende Bürokratie verschärft werden. Handwerksbetriebe müssen sich täglich mit einem unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand auseinandersetzen, der Zeit, Geld und Ressourcen bindet. Dieser unnötige bürokratische Ballast beeinträchtigt die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Handwerksunternehmen und gefährdet letztendlich ihre Existenz. Eine Folge: Immer mehr Meisterinnen und Meister scheuen wegen der Bürokratie den Schritt in die Selbständigkeit!

 

Die Handwerkskammer für Oberfranken fordert daher von der Politik ein entschlossenes Handeln, um die Bürokratiebelastung im Handwerk spürbar zu reduzieren. Es bedarf einer umfassenden Überprüfung und Entschlackung der bestehenden Vorschriften und Genehmigungsverfahren. Gesetze dürfen nicht für Rechtsanwältinnen und -anwälte oder Steuerberaterinnen und -berater geschrieben werden, sondern müssen adressatengerecht formuliert und gestaltet sein. Dies würde zu einer besseren Verständlichkeit und Umsetzbarkeit der Vorschriften führen.

 

Zusätzlich benötigen Handwerksbetriebe zeitliche Freiräume, in denen sie nicht ad hoc auf gesetzliche Änderungen reagieren müssen. Die ständige Anpassung an neue Vorschriften und Regelungen stellt eine erhebliche Belastung für die Handwerksunternehmen dar und behindert ihre unternehmerische Entwicklung. Der Gesetzgeber muss das Wissen und die Erfahrung der Praxis stärker einbeziehen, um lebensnahe Auswirkungen seiner Vorschriften abschätzen zu können. Zudem sollten Vorschriften konsequent und ersatzlos gestrichen werden, um eine wirkliche Entlastung zu erreichen.

 

"Das Handwerk ist das Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft. Es schafft Arbeitsplätze und trägt zur Stabilität unserer Gemeinden bei. Doch die zunehmende Bürokratie stellt eine erhebliche Belastung für unsere Handwerksbetriebe dar", erklärt Matthias Graßmann, Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken. "Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, unsere Forderungen nach einem dringenden Bürokratieabbau, einer praxisnahen Definition des Bürokratiebegriffs, ausreichenden zeitlichen Freiräumen und einer verstärkten Einbindung der Praxis in den Gesetzgebungsprozess ernst zu nehmen und umzusetzen. Nur so können wir das Handwerk stärken und seine zentrale Rolle als Motor der regionalen Wirtschaft erhalten."

 

Die Handwerkskammer für Oberfranken setzt sich aktiv für die Interessen ihrer Mitglieder ein und arbeitet eng mit politischen Entscheidungsträgern zusammen, um die Anliegen des Handwerks auf allen Ebenen zu vertreten. Gemeinsam mit anderen Handwerkskammern und Verbänden wird sie sich weiterhin vehement für einen Bürokratieabbau und eine modernere, digitalisierte und serviceorientierte Verwaltung einsetzen.

 

 

Aytürk

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