Kreisjugendpfleger Stephan Junghans geht nach 35 Jahren am Landratsamt in den Ruhestand

Nach 35 Jahren verlässt Kreisjugendpfleger Stephan Junghans (2.v.l.) das Landratsamt Würzburg Richtung Ruhestand und übergibt seine Aufgaben an seinen Nachfolger David Josefs (Mitte). Zu diesem Wechsel gratulieren Fachbereichsleiter Klaus Rostek (l.), Landrat Thomas Eberth (2.v.r.) und der Geschäftsbereichsleiter des Amtes für Jugend und Familie Michael Schumacher.  Foto: Tim Großmüller Nach 35 Jahren verlässt Kreisjugendpfleger Stephan Junghans (2.v.l.) das Landratsamt Würzburg Richtung Ruhestand und übergibt seine Aufgaben an seinen Nachfolger David Josefs (Mitte). Zu diesem Wechsel gratulieren Fachbereichsleiter Klaus Rostek (l.), Landrat Thomas Eberth (2.v.r.) und der Geschäftsbereichsleiter des Amtes für Jugend und Familie Michael Schumacher. Foto: Tim Großmüller

David Josefs ist der neue Kreisjugendpfleger 

 

Es sind große Fußstapfen, die Stephan Junghans als Kreisjugendpfleger für den Landkreis Würzburg nach 35 Jahren hinterlässt. Sein Nachfolger ist David Josefs, der bereits gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Landratsamt machen konnte. 

 

Stephan Junghans, gelernter Erzieher und Schreiner, war als staatlich anerkannter Jugendpfleger für zahlreiche Aufgabenfelder zuständig: zu Anfang etwa für die offene Jugendarbeit und das kommunale Freizeitprogramm mit dem Ferienpass, die Jugendbildung und Kinderfreizeiten. „1988 gab es zwei Jugendzentren im Landkreis mit pädagogischen Leitungen, heute arbeiten 22 Gemeindejugendpflegerinnen und –pfleger in unseren 52 Gemeinden, das zeigt die gewachsene Bedeutung der offenen Jugendarbeit“, beschreibt Junghans die Entwicklung. In den 80er Jahren waren die vom Landkreis organisierten Abenteuerspielplätze Türöffner und Anstoß für die Gemeinden, eigene Ferienprogramme oder ein Hüttendorf auf die Beine zu stellen.

Auch die gesamtplanerische Verantwortung im Bereich Jugendarbeit gehörte zu Junghans Aufgaben; die direkte pädagogische Arbeit verlagerte sich verstärkt hin zur Beratung, Vernetzung und Kooperation, auch mit dem Kreisjugendring.  

Neben der Projektarbeit in der Suchtprävention machte Junghans immer wieder mit Alkoholtestkäufen auf die Vorschriften des Ordnungsrechtlichen Jugendschutzes aufmerksam und erreichte damit einen bewussteren Umgang des Einzelhandels mit dem Verkauf von Alkohol an Jugendliche. Auch für die Sicherheitspartnerschaften zwischen Polizei, Gemeinden und Jugendamt war Junghans zuständig. 

 

Jugendkreistag als schönstes Projekt 

Die Beteiligung der Jugend an gesellschaftlichen und politischen Prozessen lag Junghans besonders am Herzen. Den 2019 im Landkreis begründeten Jugendkreistag bezeichnet er als „sein schönstes Projekt“. „Hier konnte ich viele sehr motivierte junge Menschen erleben, die wirklich etwas bewegen wollen und die Perspektive der Jugendlichen in die Politik einbringen“, betont Junghans. 

 

Über den Landkreis-Tellerrand blickte Junghans als Sprecher der unterfränkischen Jugendpflegerinnen und -pfleger, ein Amt, das er 21 Jahre lang ausübte. Auch als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt zum Thema sozialräumliche Jugendarbeit gab Junghans seine Erfahrungen weiter. Im Landratsamt betreute er 29 FH-Praktikantinnen und –Praktikanten und rund 100 Schülerpraktikanten.

 

Landrat Thomas Eberth dankte Stephan Junghans für sein langjähriges Engagement zum Wohl der Jugendlichen und wünschte ihm alles Gute für den neuen Lebensabschnitt. 

 

David Josefs ist der neue Kreisjugendpfleger für den Landkreis Würzburg 

 

Begrüßen konnte Eberth als Nachfolger den 31-jährigen David Josefs, der durch seine bisherige Tätigkeit als sozialpädagogische Fachkraft bei der Streetwork der Evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Diakonie Würzburg und als Arbeitsvermittler für die Streetwork bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Jugendämtern und Jobcentern pflegte. Josefs absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Clearingstelle der Evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Diakonie und studierte anschließend Soziale Arbeit an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS). 

 

David Josefs formuliert sein Plädoyer zur Sozialen Arbeit, besonders für Kinder und Jugendliche so: „Eine gute und funktionierende Soziale Arbeit ist Indikator für eine soziale und funktionierende Gesellschaft. Nur in einer solchen Gesellschaft ist die Unterstützung auch für die Menschen garantiert, denen es sonst nur schwer oder gar nicht möglich ist, ihr Leben für sich und das Gemeinwohl gut zu gestalten. Insbesondere Kinder und Jugendliche haben diesen Einsatz verdient. Als Kreisjugendpfleger setze ich mich dafür ein, Kindern und Jugendlichen Chancen zu bieten, um gut erwachsen zu werden, Mitgefühl und Verständnis zu entwickeln und schließlich zu einem kritischen und wertvollen Teil unserer Gesellschaft zu werden.“

 

 

Aytürk

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