NEIN zu Gewalt an Frauen! Eine orangefarbene Parkbank geht im Landkreis auf Reisen - Eindrucksvoller Aktionstag des Landkreises am Gymnasium Veitshöchheim

Eine orangene Bank als sichtbares Zeichen „Nein zu Gewalt gegen Frauen!“: Symbolhaft vervollständigen (v.l.n.r. vorne) Landrat Thomas Eberth, Bürgermeister Jürgen Götz und Carmen Schiller die Farbe auf der Bank, hinten Gunnar Leuner, Bernhard Brunner und die Präsidentinnen Ilka Klose vom Zonta Club Würzburg und Annette Barreca vom Zonta Club Electra Würzburg.  Foto: Dieter Gürz Eine orangene Bank als sichtbares Zeichen „Nein zu Gewalt gegen Frauen!“: Symbolhaft vervollständigen (v.l.n.r. vorne) Landrat Thomas Eberth, Bürgermeister Jürgen Götz und Carmen Schiller die Farbe auf der Bank, hinten Gunnar Leuner, Bernhard Brunner und die Präsidentinnen Ilka Klose vom Zonta Club Würzburg und Annette Barreca vom Zonta Club Electra Würzburg. Foto: Dieter Gürz

 

Nach wie vor zählt Gewalt an Frauen zu einer der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. Der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen" ist ein jährlich am 25. November stattfindender Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Hierzu wurde von UN Women die Kampagne "Orange the world" ins Leben gerufen, in orangener Farbe ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Bereits eine Woche vorher setzten der Landkreis Würzburg, die Gemeinde Veitshöchheim und der Zonta Club Würzburg am Gymnasium Veitshöchheim ein solch sichtbares Zeichen, über das am 25. November 2022 in der Frankenschau des Bayerischen Fernsehens berichtet wird.

Orangenfarbene Wander-Parkbank als Zeichen der Solidarität

In der Schulaula des Gymnasiums fand eine beeindruckende Gedenkstunde statt, bei der erstmals die in oranger Signalfarbe gestrichene Wander-Parkbank des Landkreises Würzburg vorgestellt wurde. Es vervollständigten symbolhaft Landrat Thomas Eberth, Bürgermeister Jürgen Götz und die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Würzburg Carmen Schiller die Farbe auf der Bank, assistiert von den Schulleitern Gunnar Leuner und Bernhard Brunner sowie den Präsidentinnen Ilka Klose vom Zonta Club Würzburg und Annette Barreca vom Zonta Club Electra Würzburg, von denen die Idee mit der auffallenden Parkbank eingebracht wurde.

Gleichstellungsbeauftragte Carmen Schiller machte darauf aufmerksam, dass laut Bundeskriminalamt im Jahr 2020 ca. 120.000 Frauen von häuslicher Gewalt betroffen waren; für 139 Frauen endete dies tödlich. Ihr Dank gilt Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz, der gleich zwei Parkbänke zur Verfügung stellte.

Die farblich auffallende Parkbank, so Carmen Schiller, soll nicht nur wie die Fahne einmal im Jahr Solidarität mit den Betroffenen zum Ausdruck bringen, sondern das ganze Jahr über ein sichtbares Zeichen sein. Der auf dem Schild auf der Bank abgedruckte QR-Code ermöglicht den Betroffenen direkt den Zugang zu Hilfe-Notrufnummern.

Landkreis strebt Bau eines Frauenhauses an

Landrat Eberth ergänzte: "Die zwei Bänke sollen ein Symbol sein, dass wir als Landkreis in enger Verbundenheit mit unseren Schulen und Gemeinden Gewalt an Frauen nicht akzeptieren. Gewalt an Frauen ist ein Verbrechen. Wir solidarisieren uns, damit dieses Tabuthema Aufmerksamkeit in der Mitte der Gesellschaf

bekommt." Hierzu wird eine Bank im Landratsamt Platz finden und die zweite in den Gemeinden des Landkreises auf Wanderschaft gehen, sei es auf Spielplätzen oder in öffentlichen Bereichen. Auch im Hinblick auf die beginnende Fußball-WM bekommen die Worte "gleichberechtigt, selbstbestimmt, frei" eine ganz andere Bedeutung", so Landrat Eberth.

Das Martyrium, das so viele Frauen durch häusliche Gewalt erleiden, sei nicht hinzunehmen, so der Landrat. Darum überlege sich auch der Landkreis Würzburg stetig, wie Frauenarbeit in den verschiedensten Facetten weiterentwickelt werden kann. Landrat Eberth meint "es brauche vielleicht auch hier im ländlichen Bereich Alternativen, beispielsweise ein Frauenhaus nicht nur in anonymer, sondern in sichtbarer Form."

Poetry-Slam Beitrag und Fairtrade-Schokolade

Die Gedenkstunde wurde mit einem Poetry Slam abgerundet, bei dem Lara-Fabienne Gottier ihre Gedanken zu den Begriffen "Toleranz - Solidarität - Freiheit" teilte. Als Fairtrade-School setzt sich das Gymnasium zudem auch für eine gerechte Bezahlung der Arbeitskräfte ein, lehnt ausbeuterische Kinderarbeit ab und unterstützt soziale Projekte. So wurde eine Fairtrade-Schokolade gestaltet und vorgestellt, bei der ein Euro des Verkaufspreises an eine Schule in Ghana für ein Projekt zur Stärkung von Mädchen geht, damit diese besser auf das Berufsleben vorbereitet werden können.

Stellenwert von Gewaltfreiheit und Wertschätzung

Wie stellvertretender Schulleiter Gunnar Leuner betonte, habe das Gymnasium die Veranstaltung sehr gerne für den Landkreis ausgerichtet, weil das Thema "NEIN zu Gewalt" am Gymnasium einen hohen Stellenwert. So orientiere sich die Schule nach ihrem Leitbild an zentralen Werten wie Respekt, Offenheit, Individualität, Nachhaltigkeit und Verantwortung. Als „Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage“ werde durch vielfältige Aktionen und Projekte ein Klima der Gewaltfreiheit, Toleranz, Offenheit und Wertschätzung gefördert.

Kinoabend NEIN zu Gewalt an Frauen!

Anlässlich des Internationalen Tages „Gegen Gewalt an Frauen“ lädt die Gleichstellungsstelle des Landratsamtes Würzburg am Freitag, 25. November 2022 ins Kino Central im Bürgerbräu ein (Frankfurter Straße 87, 97082 Würzburg). Die Teilnahme ist kostenlos.

Der Empfang mit Landrat Thomas Eberth findet im Tagungsraum „04. Box Feiern&Tagen“ ab 17 Uhr statt. Um 18 Uhr beginnt der Film „Mustang“. Nach Ende des Filmes besteht die Möglichkeit, sich über den Film und die Thematik auszutauschen und sich zu vernetzen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

 

Aytürk

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