Nicht den Kopf in den Nacken legen

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AOK Hessen: Nasenbluten kann viele Ursachen haben

Nasenbluten hat fast jede und jeder schon einmal gehabt, und in der Regel hört es auch schnell wieder auf. Ist die Blutung allerdings sehr stark oder nach 20 Minuten noch immer nicht gestillt, sollte die nächste ärztliche Notaufnahme aufgesucht werden. Wer Nasenbluten hat, sollte aber auf keinen Fall selbst fahren. Bei Kindern muss schon rascher, nach etwa zehn Minuten, gehandelt werden, wenn sich starkes Nasenbluten nicht stoppen, lässt. 

 

„Die Nasenschleimhaut ist sehr gut durchblutet und entsprechend empfindsam. Da kann schon heftiges Schnäuzen, Niesen oder Nasebohren eine Blutung auslösen, vor allem, wenn die Schleimhaut gereizt ist – zum Beispiel durch trockene Luft in überheizten Räumen, eine Erkältung oder eine Allergie“, sagt Dr. Angela Smith, leitende Ärztin bei der AOK Hessen. Kinder und Jugendliche haben öfter Nasenbluten. Bei Jugendlichen führen manchmal auch Wachstumsschübe zu verstärktem Nasenbluten. Da bei werdenden Müttern die Schleimhäute stärker durchblutet sind, kann es auch in der Schwangerschaft häufiger dazu kommen. Ebenso Bluthochdruck, fieberhafte Infektionen wie Grippe oder blutverdünnende Medikamente wie Marcumar können Nasenbluten auslösen. Die meisten Blutungen entstehen im besonders empfindlichen vorderen Teil der Nase und sind in der Regel harmlos. „Ist die Blutung aber im oberen Teil der Nase und das Blut läuft vor allem hinten in den Rachen hinunter, sollten Betroffene auf jeden Fall eine Praxis aufsuchen“, so Dr. Smith.

 

„Die meisten Menschen legen beim Nasenbluten automatisch den Kopf in den Nacken – das ist aber falsch“, ergänzt sie. „Denn dadurch läuft das Blut durch Rachen und Speiseröhre in den Magen, was zu Erbrechen und Übelkeit führen kann. Oder es gelangt in die Atemwege und behindert die Atmung.“ Stattdessen sollte man sich gerade hinsetzen und den Kopf ein wenig nach vorne beugen. Das verringert den Blutdruck im Kopf. Dann die Nasenflügel im unteren Bereich der Nase zehn bis 15 Minuten lang mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, um die Blutung zu stoppen. Dabei möglichst ruhig durch den Mund aus- und einatmen. Am besten legt man sich noch einen kalten Lappen oder ein Kühlpack in den Nacken. Gelangt Blut in den Mund, sollte es ausgespuckt und nicht heruntergeschluckt werden. Taschentücher oder Watte zum Blutstillen in die Nase zu stopfen, ist weniger hilfreich – meist reißt die Wunde wieder auf, wenn der Stopfen herausgezogen wird. Auch mit dem Naseputzen sollte man nach einer Nasenbluten-Attacke erstmal etwas vorsichtiger sein: Schnäuzt man zu heftig, kann sich der frischgebildete Schorf wieder lösen und es fängt erneut an zu bluten.

Aytürk

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