Tiergartenteam und Grundschulkinder pflanzen Hecke in Mittelbüg

Der Futtermeister des Tiergartens, Gerd Schlieper, pflanzt gemeinsam mit Schülerinnen der Grundschule Schwaig einen Setzling. Der Futtermeister des Tiergartens, Gerd Schlieper, pflanzt gemeinsam mit Schülerinnen der Grundschule Schwaig einen Setzling.

Das Team des Tiergartens hat gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule Schwaig eine Hecke auf Gut Mittelbüg, der Außenstation des Tiergartens mit bio-zertifizierter Landwirtschaft, gepflanzt. Damit haben sie einen Rückzugs- und Lebensraum für Rebhühner, Fasane, anderes Niederwild, Vögel und zahlreiche Insekten geschaffen. 

Die auf insgesamt 1.800 Quadratmeter angelegte Pflanzung, bei der die Kinder mit anpacken, entsteht entlang eines Ackers. Wichtig ist dabei, dass die Hecke parallel zur Bearbeitungsrichtung des Ackers wächst, damit Aussaat, Ernte und Bodenbearbeitung nicht erschwert werden. Bei der Planung der Hecke mussten die Verantwortlichen einige weitere Punkte beachten: "Die Pflanzen dürfen der Verrohrung der Beregnungsanlage nicht zu nahe kommen, damit ihre Wurzeln dem System nicht schaden", sagte der Futtermeister des Tiergartens, Gerd Schlieper, der auch für den Bio-Bauernhof zuständig ist. "Auch die querende Gastrasse müssen wir bei der Pflanzung freilassen."

Weil die Flächen im Überflutungsbereich der Pegnitz liegen, musste neben den Umweltbehörden auch das Wasserwirtschaftsamt Nürnberger Land das Vorhaben prüfen und genehmigen. Schließlich ging es darum, die richtigen Pflanzen für die Bedingungen vor Ort auszuwählen: Kinder und Tiergartenteam setzten unter anderem Wildäpfel, Echte Wildbirnen, Stieleichen, Gemeine Ebereschen, Elsbeeren und Kornelkirschen.

Das Projekt macht deutlich, wie komplex der Schutz von Arten und das Bemühen um die Bewahrung der Biodiversität ist. So müssen die jungen Pflanzen vor dem Verbiss durch Biber geschützt werden, die nach jahrelangem Bemühen von Naturschutzorganisationen wieder eine Heimat im Pegnitztal gefunden haben und die ebenfalls eine wichtige Rolle im Ökosystem einnehmen.

 

Appell an Hundebesitzer

Zugleich sollen mit der Heckenpflanzung wieder Lebensräume für Fasane und Rebhühner im Pegnitztal entstehen. "An drei Standorten im Pegnitztal vermehren sich bereits Fasane, die wir ausgewildert haben", sagte Oliver Pürkel, Tiergartenmitarbeiter und zugleich Jäger im Revier Schwaig/Rückersdorf/Wetzendorf. "Es wäre schön, wenn wir es mithilfe der Hecke schaffen würden, die Vögel auch in Mittelbüg wieder anzusiedeln." Er appelliert dabei an die Hundebesitzer der Region, das Vorhaben zu unterstützen und ihre Hunde speziell in der Brutzeit von März bis September an die Leine zu nehmen.

Dass die Kinder die Natur als Gleichgewicht, Lebensgrundlage und schützenswertes Gut kennen- und lieben lernen ist eine der Zielsetzungen ihrer Mitarbeit bei der Pflanzung. Die Grundschule Schwaig besucht im Rahmen ihrer Ganztagsbetreuung regelmäßig den Bio-Bauernhof des Tiergartens Nürnberg: Die Nürnberger Zoopädagogik entwickelt seit einigen Jahren Gut Mittelbüg als weiteren umweltpädagogischen Standort.

"Gut Mittelbüg bietet eine hervorragende Struktur, um ein Bewusstsein für Natur, Tiere und Umwelt zu entwickeln", sagte Zoopädagogin Barbara Reinhard. Neben dem Mehrwert, den die Hecke für Tiere und Pflanzen in Mittelbüg bringt, sammelt der Tiergarten damit auch Punkte für sein Ökokonto. Damit kann er Maßnahmen ausgleichen, die einen Eingriff in die Natur bedeuten – etwa den Bau eines neuen Geheges im Tiergarten.

Erstellt von Anna Böhm

 

 

Schülerinnen und Schüler der Grundschule Schwaig pflanzen gemeinsam mit Tiergartenmitarbeitern und Jägern des Reviers Wetzendorf/Rückersdorf/Schwaig eine Hecke

 

Last modified on Mittwoch, 13 April 2022 18:52
Aytürk

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