Mit neuer Leitung ins Jahr 2022: Stabsübergabe an der Luftrettungsstation Christoph 18

Mit neuer Leitung ins Jahr 2022: Stabsübergabe an der Luftrettungsstation Christoph 18

 

Beinahe jeder Mensch im Landkreis Würzburg kennt den leuchtend-gelben Rettungshubschrauber mit dem großen Schriftzug „ADAC“. Die Flugmaschine mit dem Funkrufnamen Christoph 18 ist an der Main-Klinik in Ochsenfurt stationiert und viele Bürgerinnen und Bürger aus der Region haben dessen Besatzung ihr Leben oder das Leben von Familienangehörigen zu verdanken.
 
Mit dem Jahreswechsel 2021/22 stand nun auch ein Generationenwechsel in der Luftrettungsstation in Ochsenfurt an: Nach elf Jahren als Stationsleiter und verantwortlicher Stationspilot übergab Christian Stangl zum 1. Januar 2022 den Steuerknüppel in jüngere Hände. Mit 60 Jahren schied er altersbedingt aus dem aktiven Rettungsdienst in der Luft aus. „Wenn Menschen in Not sind und es eng wird, dann ist der Gelbe Engel da“, fasste Landrat Thomas Eberth bei einer Abschiedsrunde am Hangar in Ochsenfurt zusammen. „Für die Art und Weise, wie Sie in den vergangenen Jahren diese Station geleitet, weiterentwickelt und geprägt haben, aber auch die vielen Einsätze gebührt Ihnen höchstes Lob und Anerkennung.“
 
Achim Keck ist neuer Leiter und Stationspilot
 
Die Nachfolge ist gesichert: Mit dem ebenfalls am Standort Ochsenfurt tätigen Achim Keck hat die Stationsleitung und die Position als Stationspilot ein erprobter Fachmann übernommen. Der Hubschrauberpilot fliegt bereits seit elf Jahren mit Christoph 18. Als „fränkisches Urgestein“ kennt der Tauberrettersheimer die Region und seinen Einsatzbereich wie seine Westentasche. Christoph 18 deckt im Radius von rund 70 Kilometern rund um Ochsenfurt ein Areal von Aschaffenburg bis Nürnberg und von Bad Kissingen bis Heilbronn ab. Knapp zwei Drittel ihrer Einsätze fliegen die Luftretter im Landkreis Würzburg.
 
Sichtlich gerührt blickte Christian Stangl zumindest kurz auf die vergangenen Jahre in Ochsenfurt und dem Luftraum darüber zurück. „Die Zeit als verantwortlicher Stationspilot in Ochsenfurt war für mich ein echter Traum“, resümierte er. „Es war mit das Schönste, was ich beruflich jemals erleben durfte. Mit dem Team in Ochsenfurt und unseren Partnern ist wirklich alles möglich!“ Stangl lobte dabei vor allem die Zusammenarbeit mit den Ärzten der Main-Klinik sowie die Vertreterinnen und Vertretern der Hilfsorganisationen und dem Zweckverband für Rettungswesen und Feuerwehralarmierung (ZRF) im Landkreis Würzburg.
 
 
 
Weitere Personalwechsel: Neuer ärztlicher Leiter und neuer „Chef-Sanitäter“
 
Bereits während des Jahres 2021 hatten an den Positionen des Ärztlichen Leiters und des „Chef-Sanitäters“ Wechsel stattgefunden. Dr. Julian Küstermann, Oberarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, war fünf Jahre als Ärztlicher Leiter des Luftrettungsstandorts Ochsenfurt tätig. Er prägte die medizinische Weiterentwicklung der Arbeit an Bord des Hubschraubers im Kontext des ADAC Konzepts wesentlich mit und übergab seine Aufgabe bereits im Oktober an seinen Kollegen Tobias Schellenberger. Mit dem Facharzt für Anästhesiologie konnte ein engagierter und erfahrener Notarzt ebenfalls aus den Reihen der Main-Klinik gefunden werden.
 
Nach 40 Jahren als Rettungsassistent auf dem Hubschrauber übergab auch Ernst Freier seine Tätigkeit an einen jüngeren. Thorsten Stadler löste ihn als „koordinierender Helikopter Emergency Medical Services Crew Member“, zu Deutsch kurz „Chef-Sani“, bereits im Juli ab. Mit Ernst Freier verlässt das Rettungsteam ein „Mann der ersten Stunde“, wie Landrat Thomas Eberth anmerkte. Freier war in den vergangenen vier Jahrzehnten neben dem Rettungsdienst des ADAC auch bei der DRF Luftrettung sowie dem Bundesgrenzschutz geflogen und arbeitete als Rettungsassistent beim Malteser Hilfsdienst.
 
Mit Thorsten Stadler ist allerdings eine ebenfalls erfahrene Nachfolge gesichert. Stadler ist Notfallsanitäter an der BRK Rettungswache in Giebelstadt und engagiert sich außerdem ehrenamtlich stark beim dortigen Roten Kreuz. Seine Höhenfestigkeit und Expertise am Luftrettungsstandort Ochsenfurt steht zudem außer Frage: Bereits seit neun Jahren fliegt Stadler bereits auf Christoph 18.
 
Paul Justice, Geschäftsführer des Zweckverbands für Rettungswesen und Feuerwehralarmierung (ZRF), bedankte sich herzlich bei dem scheidenden Rettungsteam für die „jahrzehntelange Leidenschaft und den freundschaftlichen Umgang bei der Hilfe am Menschen“. Nach einem großen Lob für die bisherige Crew wünschte er der neuen Mannschaft gemeinsam mit Landrat Thomas Eberth „allseits guten Flug und stets eine sichere Heimkehr“.
 
 
Bildunterschriften:
 
1: Stabsübergabe im Hangar der Luftrettungsstation Christoph 18 in Ochsenfurt: Das neue Leitungsteam der Luftrettungsstation (vordere Reihe von links) um den Ärztlichen Leiter Tobias Schellenberger, Stationsleiter Achim Keck und Chef-Sanitäter Thorsten Stadler übernimmt die Aufgaben der Vorgänger (mittlere Reihe von links) Oberarzt Dr. Julian Küstermann, Pilot Christian Stangl und Rettungsassistent Ernst Freier. Die hintere Reihe bilden Paul Justice, Geschäftsführer des Zweckverbands für Rettungswesen und Feuerwehralarmierung (ZRF), und dessen Stellvertreterin Eva-Maria Löffler, der Geschäftsführer der Main-Klinik Christian Schell und der Würzburger Landrat Thomas Eberth.
 
2: Der „Gelbe Engel“ Christoph 18 ist an der Main-Klinik in Ochsenfurt stationiert. Der Rettungshubschrauber deckt im Radius von rund 70 Kilometern rund um Ochsenfurt ein Areal von Aschaffenburg bis Nürnberg und von Bad Kissingen bis Heilbronn ab. Knapp zwei Drittel ihrer Einsätze fliegt die Besatzung im Landkreis Würzburg.
 

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