3,2 Millionen Euro für starken Einsatz in der Pandemie

Klinikum Nord
Klinikum Nürnberg: Bundesweit auf Platz 3 bei der Verteilung der neuen Corona-Prämie 
 
Das Klinikum Nürnberg gehört zu den drei Krankenhäusern in Deutschland, die bei der zweiten Corona-Prämie am stärksten bedacht werden. Das kom- munale Krankenhaus erhält 3,2 Millionen Euro aus dem 450 Millionen Euro umfassenden Prämien-Topf. Das Klinikum Nürnberg liegt damit an dritter Stelle nach Vivantes (rund 6,8 Millionen Euro) und der Charité (6,1 Millionen Euro). Dieser bundesweit dritte Platz zeigt in beeindruckender Weise, wie in- tensiv das Klinikum in die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 eingebunden war und ist. 
 
„Wir freuen uns darüber, dass wir eine Prämie in dieser Höhe an unsere Be- schäftigten weitergeben können. Denn diese haben während der Pandemie Großartiges geleistet. Sie sind im Kampf gegen COVID-19 an ihre Grenzen und darüber hinausgegangen. Dafür gebührt ihnen großer Dank“, sagt Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung am Klinikum Nürnberg. 
Das Klinikum Nürnberg ist der Auffassung, dass es die Pandemie bislang nur deshalb so gut bewältigt hat, weil alle Beschäftigten an einem Strang gezogen haben. Deshalb werden auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klini- kums von der Corona-Prämie profitieren: Reinigungskräfte genauso wie Auszu- bildende oder Intensivpflegekräfte und Intensivmediziner auf den COVID-Stati- onen. 
 
Gestaffelte Auszahlung, um Einsatz auf COVID-Stationen zu würdigen 
Um jedoch die Beschäftigten – und speziell die Pflegekräfte – besonders zu würdigen, die unmittelbar auf den Corona-Stationen für COVID-Patienten da waren und sind, wird die Prämie gestaffelt ausgezahlt: Pflegekräfte, Pflege- hilfskräfte und medizinische Fachangestellte, die von 1. Juni 2020 bis 31. De- zember auf COVID-(Verdachts-) Stationen „am Bett“ und in den Notaufnah- men mindestens einen Monat lang im Einsatz waren, gehören in erste Stufe und bekommen die doppelte Prämie. Alle anderen Beschäftigten gehören au- tomatisch in die zweite Stufe. 
 
Dieser Auszahlungsmodus basiert auf gesetzlichen Vorgaben, deren Umset- zung für Krankenhäuser durchaus kompliziert ist, und wurde gemeinsam mit dem Personalrat des Klinikums Nürnberg und dem Betriebsrat der Klinikum Nürnberg Service-GmbH beschlossen. 
 
Anspruch auf die zweite Corona-Prämie haben laut Krankenhausfinanzierungs- gesetz Kliniken, die 2020 durch die Behandlung von mit dem Coronavirus infi- zierten Patientinnen und Patienten besonders belastet waren. Das trifft auf das Klinikum Nürnberg zweifelsohne zu: Von Beginn der Pandemie bis heute wurden 2375 COVID-Patienten behandelt, davon knapp 500 auf den Intensiv- stationen (Stand: 26.5.) Das Klinikum Nürnberg spielt dabei über die Region hinaus eine zentrale Rolle bei der Versorgung von COVID-Patienten, weil hier hochspezialisierte Behandlungsmöglichkeiten gegeben sind; zum Beispiel die Behandlung mit der Lungenersatzmaschine ECMO auf den Intensivstationen. 
Die zweite Corona-Prämie wird bis zum 30. Juni an die Beschäftigten des Klini- kums ausgezahlt. 
 
Das Klinikum Nürnberg ist eines der größten kommunalen Krankenhäuser in Deutschland und bietet das gesamte Leistungsspektrum der Maximalversorgung an. Mit 2.233 Betten an zwei Standorten (Klinikum Nord und Klinikum Süd) und 7.000 Beschäftigten versorgt es knapp 100.000 stationäre und 170.000 am- bulante Patienten im Jahr. Zum Klinikverbund gehören zwei weitere Krankenhäuser im Landkreis Nürn- berger Land. 
Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Nürnberg wurde 2014 gegründet und ist zweiter Standort der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. In Nürnberg werden jährlich 50 Me- dizinstudierende ausgebildet. Das Curriculum orientiert sich eng an der Ausbildung der amerikanischen Mayo-Medical School. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität kooperiert zudem mit weiteren wis- senschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland. 

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