Aytürk

Aytürk

Avrupa Türkleri ile 2000 yılından beri beraberiz. Türk toplumunun gelişme sürecinden sürekli haberdar olmak için bizi takip edin...

 

Leicht geschwungen zieht sich der Weg durch die kleine Grünanlage im Stadtteil Heidingsfeld. Die Wiese wird absichtlich nicht kurz gemäht, damit Insekten und andere Tiere sich hier aufhalten und Nahrung finden können. Für Fußgänger und Radfahrer laden zwei Bänke zum Verweilen ein. Der Blick geht zum Main und den dahinter steil ansteigenden Weinbergen. Die neu geschaffene Grünanlage gegenüber der Werkingstraße wurde jetzt feierlich nach Elisabeth Ehlers und der angrenzende Weg nach Ignaz-Löhlein benannt. Oberbürgermeister Christian Schuchardt würdigte in seiner Ansprache anlässlich der Enthüllung der Schilder beide Namensgeber als Wohltäter, die sich um die die Stadt Würzburg verdient gemacht haben.

 

Elisabeth Ehlers wurde 1928 in Würzburg geboren. Sie entstammte einer alteingesessenen Heidingsfelder Brauereifamilie. Ihr Urgroßvater Wilhelm Ehlers hatte 1853 die Brauerei und Traditionsgastwirtschaft „Zum Schwan“ am Rathausplatz übernommen. Ihr Großvater Georg Ehlers hatte die Brauerei dann bis zu seinem Tod im Jahr 1924 weitergeführt. 1888 hatte er an der heutigen Jahnhöhe einen Eiskeller errichtet. Eine dazugehörige Halle hatte Elisabeths Vater Wilhelm Ehlers jr. nach der Zerstörung Würzburgs am 16. März 1945 zu einer Notwohnung umgebaut. Hier lebte die alleinstehende Elisabeth Ehlers, die beruflich als Bankangestellte tätig war, bis zu ihrem Umzug in das benachbarte Wohnstift St. Paul. Sie starb am 9. Oktober 2014.

 

Elisabeth Ehlers hatte die Liegenschaften der einstigen Brauerei geerbt. Die Grundstücke am Main wollte sie an die Stadt Würzburg veräußern mit der Auflage, eine öffentliche Grünanlage mit Verweilqualität zu schaffen. Die Verhandlungen hierüber konnten zu ihren Lebzeiten nicht abgeschlossen werden, aber ihre Erben entsprachen ihrem Wunsch und verkauften das Areal 2016 zu einem symbolischen Preis an die Stadt, die sich verpflichtete, die Fläche zu begrünen und mit Bäumen, Sträuchern und Sitzmöglichkeiten auszustatten. Im Juli 2020 wurde die Grünanlage eingeweiht. Ein Gelände, das seit den 1960er Jahren als Lagerfläche für Baustoffe und als Abstellfläche für ausrangierte PKW genutzt worden war, ist heute ein grüner Main-Zugang für den Stadtteil Heidingsfeld und eine Oase für Mensch und Tier.

Möglich gemacht hat diese bedeutende städtebauliche Aufwertung die außergewöhnliche Wohltat von Elisabeth Ehlers. 2020 hat der Demokratische Bürgerverein Heidingsfeld deshalb vorgeschlagen, die neue Anlage nach der Stifterin zu benennen. Dieser Anregung ist der Stadtrat am 22. April 2021 gefolgt. „Die Stadt Würzburg würdigt damit die großherzige Verfügung von Elisabeth Ehlers, die Ausdruck einer vorbildlichen Bürgergesinnung ist. Dank und Anerkennung gebühren auch ihren Erben“, so Christian Schuchardt.

 

Der Namensgeber des direkt neben der Grünanlage verlaufenden Weges, Ignaz Löhlein, wurde am 29. April 1885 in Heidingsfeld geboren. Er stammte aus einer Handwerkerfamilie. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Schlosser engagierte er sich von 1919 bis zu seinem Tod 1929 als Sekretär des Metallarbeiterverbandes in Würzburg. Von 1911 bis 1919 gehörte er für die SPD dem Gemeindekollegium Heidingsfeld an, ab 1917 als dessen zweiter Vorsitzender. Im selben Jahr wechselte er zur USPD, die sich von der Mehrheits-SPD abgespalten hatte, weil sie weitere Kriegskredite nicht mittragen wollte. Nach Ausbruch der Revolution übernahm er im November 1918 den Vorsitz des fünfköpfigen Heidingsfelder Arbeiterrates.

 

Von 1919 bis 1929 war Löhlein dann Mitglied des Heidingsfelder Stadtrates, des Bezirkstages Würzburg sowie des Unterfränkischen Kreistages, wo er als Vorsitzender an der Spitze der SPD-Fraktion stand. Er war Gründungsmitglied der Baugenossenschaft Selbsthilfe und in fast allen Heidingsfelder Vereinen aktiv. Von 1919 bis 1924 gehörte er darüber hinaus dem Bayerischen Landtag an, zunächst für die USPD und ab November 1922 für die VSPD, die Vereinigte Sozialdemokratische Partei Deutschlands. 1924 kandidierte er erneut für den Landtag, aber ohne Erfolg.

 

Löhlein starb am 12. November 1929 im Alter von nur 44 Jahren. In seiner Trauerrede hob der damalige Würzburger Oberbürgermeister Hans Löffler namentlich dessen Verdienste um die am selben Tag von der Kreisregierung genehmigte Eingemeindung Heidingsfelds hervor, und der sozialdemokratische „Fränkische Volksfreund“ erklärte in seinem Nachruf auf Löhlein: „Wenn wir heute so weit sind, dass Heidingsfeld zu Würzburg gehört, so ist das zum großen Teil sein Werk, für das er fast 13 Jahre unermüdlich und mit zäher Energie gegen ungeheuren Widerstand der Eingemeindungsgegner kämpfte.“

„Mit Ignaz Löhlein würdigen wir einen Bürger, der sich in außergewöhnlichem Maße und in vorbildlicher Weise in der kommunalen Selbstverwaltung und der parlamentarischen Demokratie engagiert und die Entwicklung Heidingsfelds in der Übergangszeit von der Monarchie zur Republik prägend mitgestaltet hat“, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

 

 

v.l.n.r.: Heinz Saueracker, Paul Löhlein, Robert Schult, Stadtratsmitglied Udo Feldinger, Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Stadtratsmitglied Willi Dürrnagel, Timo Winter, Robert Alsmann, Friedl Wilhelm

Fotos: Petra Steinbach

 

Im Rahmen eines Gutachterverfahrens hat ein aus hochrangigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft bestehendes Auswahlgremium am heutigen Donnerstag, 30. Juni 2022, in persönlicher Sitzung eine Empfehlung für einen Standort einer Ausweichspielstätte der Musik- und Tanztheatersparten des Staatstheaters Nürnberg auf dem Areal der Kongresshalle abgegeben.

Die Empfehlung des Auswahlgremiums im Wortlaut:
„Das Entscheidungsgremium im Gutachterverfahren ‚Ausweichspielstätte für die Musik- und Tanztheatersparten des Staatstheaters Nürnberg‘ hat in nichtöffentlicher Sitzung am 30. Juni 2022 die Empfehlung ausgesprochen, den Ergänzungsbau für das Interim von Oper und Tanz des Staatstheaters Nürnberg im sogenannten Innenhof der Kongresshalle zu platzieren. Das Gremium empfiehlt weiterhin, den Ergänzungsbau – der Bühnenraum, Orchestergraben, Zuschauerraum und Nebenräume umfasst – an der nordwestlichen Innenseite des Kongresshallen-Torsos zu verorten. Die Funktionsräume des Theaterbetriebs sollen sich im Bestand der Kongresshalle in Anbindung an den Ergänzungsbau befinden.

Das Gremium ist mit großer Mehrheit überzeugt, dass die Gesamtwirkung des Innenhofs unwesentlich beeinträchtigt und insbesondere die architektonische Intervention von Günther Domenig aus dem Jahre 2001 in ihrer Wirkung nicht geschmälert wird. Der Relevanz der Kongresshalle für die Erinnerungskultur und die Bildungsarbeit wird umfassend Rechnung getragen. Darüber hinaus werden die bisherigen Nutzungen in 

und im Umgriff der Kongresshalle nicht beeinträchtigt. Sie prägen weiterhin ohne Einschränkung die vielfältige demokratische Nutzung und Aneignung des Geländes.

Eine Positionierung des Ergänzungsbaus im Innenhof berücksichtigt zentrale ökologische Aspekte und ist Kriterien der Nachhaltigkeit verpflichtet: der Gewässerschutz bleibt gewährleistet; Eingriffe in den Baumbestand im Umgriff der Kongresshalle sind nicht notwendig; Ersatz- Habitate sind zu schaffen.

Ein Ergänzungsbau an der nordwestlichen Seite des Innenhofs garantiert schließlich eine zwingende funktionale und architektonische Verschränkung mit dem Bestand der Kongresshalle, in dem die verbleibenden Funktionsräume für das Interim untergebracht werden sollen. Diese Verschränkung verringert den Flächenbedarf für den Ergänzungsbau und scheint insofern wirtschaftlich.

Die Entscheidung für den Standort stärkt die Perspektiven zukünftiger Auseinandersetzungen und Nutzungen. Der Ergänzungsbau im Innenhof hat das Potential, dazu beizutragen, diesen historisch kontaminierten Ort wahrzunehmen und im demokratisch künstlerischen Sinn zu nutzen.“

Oberbürgermeister Marcus König betont die Bedeutung der Empfehlung: „Nürnberg steht vor wichtigen Entscheidungen im Umgang mit der Kongresshalle und deren kultureller Weiterentwicklung. Bewusst war die Standortfrage eines Operninterims zunächst offengelassen worden, denn es galt, alle auf dem Areal versammelten Interessen, insbesondere diejenigen der Erinnerungskultur, sorgsam abzuwägen. Mit der heute formulierten Empfehlung existiert nun eine fundierte, auf klaren Kriterien fußende Basis für die Diskussion und den Beschluss im Stadtrat.“

Kulturbürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner erklärt:
„Ein weiterer wichtiger Schritt ist erfolgt auf dem Weg, Nürnbergs Kongresshalle als Lern- und Kulturort weiterzuentwickeln, der national und international große Beachtung finden wird. Denn nicht nur für das Staatstheater Nürnberg ist die Standortempfehlung der Jury maßgeblich, sondern auch für Nürnbergs Künstlerinnen und Künstler, die an diesem Ort künftig arbeiten und präsentieren werden und natürlich auch für alle 

Institutionen, die im Bereich der Kongresshalle bereits wirken. Für die inspirierenden Vorschläge möchte ich allen Beteiligten herzlich danken, wie auch allen Mitgliedern der Jury für die Bereitschaft zu intensiver Diskussion und die vermittelten Impulse.“

Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich führt aus:
„Die Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände ist eine der bundesweit größten noch existierenden baulichen Hinterlassenschaften der NS-Diktatur. Technisch wurde das Gebäude nie vollendet, was Planungen für die weitere Nutzung gleichzeitig erschwert und ermöglicht. Seit 1945 ist die Nutzungsgeschichte divers, größtenteils jedoch ohne Berücksichtigung der Geschichte des Areals. Nun besteht die Möglichkeit, dem Ort im Lichte seiner heutigen Wahrnehmung mit der Errichtung eines Bauwerks für die Oper eine weitere Zeitschicht hinzuzufügen, die die gewollte Verletzung von Domenig nicht konterkariert, aber der ebenfalls gewollten Profanisierung in gekonnter Weise Vorschub leistet.“

Zur Ermittlung eines geeigneten Standorts für einen ergänzenden Aufführungssaal im Areal der Kongresshalle hatte die Stadt Nürnberg mit dem 3. Mai 2022 ein Gutachterverfahren angestoßen. Acht renommierte nationale und internationale Architekturbüros hatten sich auf Einladung der Stadt Nürnberg an der Formulierung eines Standortvorschlags beteiligt.

Die nun erfolgte Empfehlung der Jury bildet die Grundlage für die kommunalpolitischen Debatten und Entscheidungsprozesse. Zunächst berät am Freitag, 8. Juli 2022, die Opernhauskommission des Stadtrats die Empfehlung des Fachgremiums. Die letztgültige Entscheidung über den Standort eines Ergänzungsbaus im Areal der Kongresshalle für das Staatstheater Nürnberg wird in der Sitzung des Nürnberger Stadtrats am Mittwoch, 20. Juli 2022, getroffen.

Jury
Prof. Dr. Norbert Frei, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena 

Prof. Nadja Letzel, Architektin und Studiendekanin; Professorin für Entwerfen und Bauen im Bestand an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Dr. Birgit Meyer, Intendantin Oper Köln

Prof. Dip.-Ing. Architekt Mathias Pfeil, Generalkonservator, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
Birgit Rapp, Architektin, Amsterdam, Mitglied der Stadtgestaltungskommission der Stadt München

Dr. Rachel Salamander, Literaturwissenschaftlerin und Publizistin
Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter KZ-Gedenkstätte Flossenbürg; Honorarprofessor an der Universität Regensburg; Direktor Zentrum Erinnerungskultur
Prof. Dr. Stephan Trüby, Leiter des Instituts für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen an der Universität Stuttgart

 

Eingeladene Architekturbüros

Acht renommierte nationale und internationale Architekturbüros folgten der Einladung der Stadt Nürnberg, sich an dem Verfahren zu beteiligen. Deutlich wurde hierbei die internationale Relevanz, die dem Gesamtvorhaben zugeschrieben wird. Die eingeladenen Büros besitzen fundierte Expertise bei der Errichtung von großen, emblematischen und repräsentativen Kulturbauten. Weltweit waren und sind sie beteiligt an Planung und Errichtung großer Opern- und Konzerthäuser und weiterer Kultureinrichtungen.

 

Dabei handelt es sich um:
bez + kock architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart
BIG Bjarke Ingels Group, Copenhagen, New York, London, Barcelona, Shenzhen
Glöckner Architekten GmbH, Nürnberg
gmp International GmbH, Hamburg, Berlin, Aachen, Shanghai, Peking, Shenzhen, Hanoi
Hilmer Sattler Ahlers Albrecht Gesellschaft von Architekten mbH, München, Berlin
LRO GmbH & Co. KG, Stuttgart
Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Snøhetta AS, Oslo, New York, Innsbruck, San Francisco, Paris, Hong Kong, Adelaide

Die genannten Büros waren seit dem 3. Mai 2022 aufgefordert, Ideen zur Standortfrage eines für ein Operninterim notwendigen Ergänzungsbaus auf dem Areal um die Kongresshalle zu entwickeln und zu hinterlegen.

Kriterien

Die für einen Vorschlag zu einem geeigneten Standort zu beachtenden Kriterien wurden zuvor in einer Aufgabenbeschreibung klar hinterlegt und betrafen Aspekte aus Städtebau, Architektur, Funktionalität, Umweltschutz, Naturschutz, Gewässerschutz, Bodenschutz, Wirtschaftlichkeit und den Zeitpunkt der Umsetzbarkeit.

Darunter fielen etwa geltendes Planungsrecht nach Paragraph 34 oder 35 Baugesetzbuch (BauGB), die architektonische Einbindung in das Gesamtensemble, der Umgang mit den erinnerungskulturellen Dimensionen des Gebäudes beziehungsweise des Geländes, die Einbindung in die Bedarfe der unmittelbar betroffenen Nutzerinnen und Nutzer, die Einbindung in die übergreifende Entwicklung des Kulturstandorts Kongresshalle mit Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberger Symphoniker, Ermöglichungsräumen und Depots sowie eine verkehrs- und stadtplanerische Lösung mit Blick auf Anbindung an ÖPNV und Parkraummanagement.

Desweiteren waren gefordert die Unterbringung aller erforderlichen Funktionen im Interimsbau, die funktionale und architektonische Anbindung des Interimsbaus an den Bestand, die funktionale Verschränkung von Operninterim und Ermöglichungsräumen, die Andienung und die Erreichbarkeit von ÖPNV (Länge bis Eingang).

Zudem galt es, das ökologische Gesamtkonzept, den Schutz von Flora und Fauna, den Gewässerschutz und Fragen der Flächenversiegelung zu berücksichtigen sowie geschätzte Baukosten unter Berücksichtigung von Gründungsaufwand, bauphysikalischem Aufwand, Verdrängung bereits vorhandener Nutzungen und der ökologischen Gesamtsituation, Nachnutzbarkeit und Nachhaltigkeit mit einzubeziehen. Terminliche 

Vorgaben umfassten eine mögliche Umsetzung bis zum Jahr 2025 sowie die Beachtung diverser Erlaubnis-/ Genehmigungsverfahren. alf

Entwürfe

Alle Entwürfe und Texte zu den eingereichten Vorschlägen sind ab sofort einsehbar unter https://go.nuernberg.de/standort

Page 6 from 6

Yedi nesilden buyana seyyar pazarcı olan köklü Meeß ailesi aynı zamanda onyıllardır gastronomi sektörünün de farklı alanlarında kaliteli hizmet vermekte. Son olarak ta bu faaliyetlerinin arasına, Würzburg ve çevresinin en tanınmış ve artık bölge insanı nezdinde kurumsallaşmış olan közde balık pişiricisini de katan Fischbraterei Meeß, çok ünlü çubukta balık ile yeni bir sayfa daha daha açtı.

 

Antoni ailesinin 30 yıldan buyana en lezzetli şekilde Würzburglulara ve bunun dışında çok daha geniş bir kitleye de sunduğu çubukta közlü balık, bundan böyle Fischspezialitäten Meeß bünyesinde müşterilerinin damak zevkine hitâp edecek: ilk olarak sağlıklı ve bilinçli beslenen bir kitlenin karşısına geleneksel Kiliani yaz festivalinde çıkacak olan közde balık en lezzetli şekilde Türk müşterilere sunulacak. Misafirlerinizle beraber sizleri bekliyoruz.

 

 

 

Pandemi nedeniyle son derece kapalı ve kısıtlamalarla dolu geçen 2020 ve 2021 yıllarının   o sıkıcı atmosferinden yavaş yavaş çıktığımız ve eski serbest günlerimize yeniden kavuştuğumuz şu dönemde hem tarifsiz lezzetiyle, hem inanılmaz sağlıklı besin deposuyla, içerdiği lif oranıyla, mutlu bir ortamda tertemiz bir bahar havasında 1.-17. Temmuz 2022 tarihleri arasında Würzburg’taki Talavera Meydanı’nda gerçekle şen Kiliani Volksfest sizleri bekle yecek ve ağırlamaktan büyük mutluluk duyacak. Ailenize, sevdiklerinize ve çevrenize de haber vererek  mutlaka yolunuzu düşürmenizi tavsiye ederiz.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im städtischen Jugendzentrum ZOOM in der Lindleinsmühle fand nun ein „Elternfrühstück“ zum Thema „Einstieg in die Smartphonewelt“ statt.
Sina-Marie Straub vom Stadtjugendring und Kilian Schick vom erzieherischen Kinder- und Jugendschutz der Stadt Würzburg im Fachbereich Jugend und Familie organisieren schon seit längerer Zeit gemeinsam vor allem im Onlineformat Elternabende zum Thema „Digitale
Medien“. „Die Zusammenarbeit mit der medienpädagogischen Stelle beim Stadtjugendring ist für meine Arbeit im erzieherischen Kinder- und Jugendschutz der Stadt extrem wichtig. Durch die Expertise der Kollegin im medienpädagogischen Bereich sind unsere regelmäßigen, gemeinsamen Elternabende immer up to date und am Puls der Zeit“, so Sozialarbeiter Kilian Schick. Monika Kraft, stellvertretende Fachbereichsleitung Jugend und Familie ergänzt: „Dass das Thema Medienkompetenz bei den Eltern so gut ankommt, zeigt, wie wichtig es ist, dass wir hier als Stadt die entsprechenden Angebote machen. Digitale Medienkompetenz ist unserer Ansicht nach eine absolute Schlüsselkompetenz nicht nur für junge Menschen – in Zeiten von Corona mehr denn je“

Bis zu 40 interessierte Eltern haben in der Vergangenheit pro Online-Termin teilgenommen an den kostenlosen Elternabenden. Für Familien mit Migrationserfahrung ist es häufig schwierig,  passende Informationsveranstaltungen und -materialien in den Muttersprachen zu finden. Umso wichtiger war es den Familien des Integrationsangebotes Hacer-Hagar, etwas über den sicheren und kompetenten Umgang mit dem
Smartphone in der Familie dazuzulernen. „Mit einem sprachlich angepassten und bildreichen Präsenzvortrag beim Frauenfrühstück konnten wir diesen Wunsch erfüllen und viele Fragen beantworten. Es hat echt super geklappt, die Mütter waren sehr interessiert und und es kam ein reger Austausch zu Stande“ berichtet Sina-Marie Straub von ihrem ersten „Hacer Hager“ Frühstück.

Hacer-Hagar, das ist ein Angebot der Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Stadt Würzburg zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von muslimischen Frauen/ Frauen mit Migrationshintergrund und ihren Familien in Würzburg. Die meisten der Frauen sprechen arabisch, einige auch sehr gut deutsch. Die Gruppe lädt zum Frauenfrühstück oft Expert:innen zu wichtigen Erziehungsthemen ein und übersetzt die Inhalte nach Bedarf in arabisch, türkisch und Farsi. Sabine Böhm und Nura Dlemi von der Erziehungs- und Familienberatungsstelle sind ist sehr froh, dass dieser Termin, nachdem
er schon zwei mal wegen Corona verschoben werden musste, nun statt finden konnte: „Die Frauen hatten schon viel Vorwissen und tauschen sich über Erfahrungen aus. Aber es gibt so viele neue Entwicklungen und Gefahren im Internet und den sozialen Medien – da braucht man auch praktische Tipps und Hinweise, worauf man achten muss. Es ist schön, wenn es dafür kultur- und sprachsensible Angebote gibt.“

„Man muss die Kinder an die Hand nehmen und sie begleiten beim Einstieg in die Smartphonewelt, so wie die Kinder auf ihren Ersten Wegen zum Kindergarten auch an die Hand genommen werden müssen und erst später selbstständig und alleine den Weg sicher gehen können.“ Mit diesen
Worten begann Sina-Marie Straub das Elternfrühstück und alle Beteiligten sind sich sicher, dass nach der Veranstaltung die Mütter noch etwas besser die Hand reichen können bei der Begleitung ihrer Kinder auf den ersten digitalen Wegen.

Heinz Fieseler ist im besten Sinne des Wortes ein Urgestein auf den Würzburger Volksfesten: Vor 54 Jahren begann er damals als 18-Jähriger mit dem Babyflug „Jumbo-Jet“. Da das Fahrgeschäft stets gepflegt, gewartet und geputzt wurde, kann er es als „Nostalgiegeschäft“ noch heute attraktiv betreiben. Das in Würzburg bekannte Karussell „Kinder-Taxi“ und das „Kinder-Riesenrad“ auf dem Weihnachtsmarkt kamen in den letzten Jahren hinzu.
Heinz Fieseler hat sich seit über 20 Jahren ehrenamtlich als zweiter Schaustellersprecher und damit als Kassierer und zweiter Geschäftsführer der Würzburger Schausteller-Werbegemeinschaft engagiert. Seit Juli 2021 verwaltet er die Werbegelder der Schausteller, führt Verhandlungen mit Werbepartnern und der Stadt als Veranstalterin und betreut so zuverlässig und gewissenhaft die Finanzen der Schausteller. Manche Sonderaktion, wie den „Kiliani-Taler“, die „Ladies-Night“ oder den „Tag der Kindergärten“ hat er mit ins Leben gerufen.
Das Ehrenamt des zweiten Schaustellersprechers hat er nun abgegeben. Auf seinen Vorschlag hin wurde Michael Distel aus Nürnberg, der das Kettenkarussell „Würzburger Wellenflug“ als Familienbetrieb führt, von der Versammlung zu seinem Nachfolger gewählt. Zum Abschluss der Volksfestsaison wird das Amt offiziell übergeben. Für die vielen Jahre Ehrenamt, die engagierte und beständige Arbeit, dankten ihm die vielen Schausteller, die zur diesjährigen Beschickerversammlung gekommen waren, mit großem Applaus und zollten ihm Dank und Anerkennung. Die Stadt Würzburg zeigte sich mit einem persönlichen Geschenk und einem Blumenstrauß erkenntlich.

Leicht geschwungen zieht sich der Weg durch die kleine Grünanlage im Stadtteil Heidingsfeld. Die Wiese wird absichtlich nicht kurz gemäht, damit Insekten und andere Tiere sich hier aufhalten und Nahrung finden können. Für Fußgänger und Radfahrer laden zwei Bänke zum Verweilen ein. Der Blick geht zum Main und den dahinter steil ansteigenden Weinbergen. Die neu geschaffene Grünanlage gegenüber der Werkingstraße wurde jetzt feierlich nach Elisabeth Ehlers und der angrenzende Weg nach Ignaz-Löhlein benannt. Oberbürgermeister Christian Schuchardt würdigte in seiner Ansprache anlässlich der Enthüllung der Schilder beide Namensgeber als Wohltäter, die sich um die die Stadt Würzburg verdient gemacht haben.
 
Elisabeth Ehlers wurde 1928 in Würzburg geboren. Sie entstammte einer alteingesessenen Heidingsfelder Brauereifamilie. Ihr Urgroßvater Wilhelm Ehlers hatte 1853 die Brauerei und Traditionsgastwirtschaft „Zum Schwan“ am Rathausplatz übernommen. Ihr Großvater Georg Ehlers hatte die Brauerei dann bis zu seinem Tod im Jahr 1924 weitergeführt. 1888 hatte er an der heutigen Jahnhöhe einen Eiskeller errichtet. Eine dazugehörige Halle hatte Elisabeths Vater Wilhelm Ehlers jr. nach der Zerstörung Würzburgs am 16. März 1945 zu einer Notwohnung umgebaut. Hier lebte die alleinstehende Elisabeth Ehlers, die beruflich als Bankangestellte tätig war, bis zu ihrem Umzug in das benachbarte Wohnstift St. Paul. Sie starb am 9. Oktober 2014.
 
Elisabeth Ehlers hatte die Liegenschaften der einstigen Brauerei geerbt. Die Grundstücke am Main wollte sie an die Stadt Würzburg veräußern mit der Auflage, eine öffentliche Grünanlage mit Verweilqualität zu schaffen. Die Verhandlungen hierüber konnten zu ihren Lebzeiten nicht abgeschlossen werden, aber ihre Erben entsprachen ihrem Wunsch und verkauften das Areal 2016 zu einem symbolischen Preis an die Stadt, die sich verpflichtete, die Fläche zu begrünen und mit Bäumen, Sträuchern und Sitzmöglichkeiten auszustatten. Im Juli 2020 wurde die Grünanlage eingeweiht. Ein Gelände, das seit den 1960er Jahren als Lagerfläche für Baustoffe und als Abstellfläche für ausrangierte PKW genutzt worden war, ist heute ein grüner Main-Zugang für den Stadtteil Heidingsfeld und eine Oase für Mensch und Tier.
Möglich gemacht hat diese bedeutende städtebauliche Aufwertung die außergewöhnliche Wohltat von Elisabeth Ehlers. 2020 hat der Demokratische Bürgerverein Heidingsfeld deshalb vorgeschlagen, die neue Anlage nach der Stifterin zu benennen. Dieser Anregung ist der Stadtrat am 22. April 2021 gefolgt. „Die Stadt Würzburg würdigt damit die großherzige Verfügung von Elisabeth Ehlers, die Ausdruck einer vorbildlichen Bürgergesinnung ist. Dank und Anerkennung gebühren auch ihren Erben“, so Christian Schuchardt.
 
Der Namensgeber des direkt neben der Grünanlage verlaufenden Weges, Ignaz Löhlein, wurde am 29. April 1885 in Heidingsfeld geboren. Er stammte aus einer Handwerkerfamilie. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Schlosser engagierte er sich von 1919 bis zu seinem Tod 1929 als Sekretär des Metallarbeiterverbandes in Würzburg. Von 1911 bis 1919 gehörte er für die SPD dem Gemeindekollegium Heidingsfeld an, ab 1917 als dessen zweiter Vorsitzender. Im selben Jahr wechselte er zur USPD, die sich von der Mehrheits-SPD abgespalten hatte, weil sie weitere Kriegskredite nicht mittragen wollte. Nach Ausbruch der Revolution übernahm er im November 1918 den Vorsitz des fünfköpfigen Heidingsfelder Arbeiterrates.
 
Von 1919 bis 1929 war Löhlein dann Mitglied des Heidingsfelder Stadtrates, des Bezirkstages Würzburg sowie des Unterfränkischen Kreistages, wo er als Vorsitzender an der Spitze der SPD-Fraktion stand. Er war Gründungsmitglied der Baugenossenschaft Selbsthilfe und in fast allen Heidingsfelder Vereinen aktiv. Von 1919 bis 1924 gehörte er darüber hinaus dem Bayerischen Landtag an, zunächst für die USPD und ab November 1922 für die VSPD, die Vereinigte Sozialdemokratische Partei Deutschlands. 1924 kandidierte er erneut für den Landtag, aber ohne Erfolg.
 
 
Löhlein starb am 12. November 1929 im Alter von nur 44 Jahren. In seiner Trauerrede hob der damalige Würzburger Oberbürgermeister Hans Löffler namentlich dessen Verdienste um die am selben Tag von der Kreisregierung genehmigte Eingemeindung Heidingsfelds hervor, und der sozialdemokratische „Fränkische Volksfreund“ erklärte in seinem Nachruf auf Löhlein: „Wenn wir heute so weit sind, dass Heidingsfeld zu Würzburg gehört, so ist das zum großen Teil sein Werk, für das er fast 13 Jahre unermüdlich und mit zäher Energie gegen ungeheuren Widerstand der Eingemeindungsgegner kämpfte.“
„Mit Ignaz Löhlein würdigen wir einen Bürger, der sich in außergewöhnlichem Maße und in vorbildlicher Weise in der kommunalen Selbstverwaltung und der parlamentarischen Demokratie engagiert und die Entwicklung Heidingsfelds in der Übergangszeit von der Monarchie zur Republik prägend mitgestaltet hat“, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

Im Rahmen eines Gutachterverfahrens hat ein aus hochrangigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft bestehendes Auswahlgremium am heutigen Donnerstag, 30. Juni 2022, in persönlicher Sitzung eine Empfehlung für einen Standort einer Ausweichspielstätte der Musik- und Tanztheatersparten des Staatstheaters Nürnberg auf dem Areal der Kongresshalle abgegeben.

Die Empfehlung des Auswahlgremiums im Wortlaut:
„Das Entscheidungsgremium im Gutachterverfahren ‚Ausweichspielstätte für die Musik- und Tanztheatersparten des Staatstheaters Nürnberg‘ hat in nichtöffentlicher Sitzung am 30. Juni 2022 die Empfehlung ausgesprochen, den Ergänzungsbau für das Interim von Oper und Tanz des Staatstheaters Nürnberg im sogenannten Innenhof der Kongresshalle zu platzieren. Das Gremium empfiehlt weiterhin, den Ergänzungsbau – der Bühnenraum, Orchestergraben, Zuschauerraum und Nebenräume umfasst – an der nordwestlichen Innenseite des Kongresshallen-Torsos zu verorten. Die Funktionsräume des Theaterbetriebs sollen sich im Bestand der Kongresshalle in Anbindung an den Ergänzungsbau befinden.

Das Gremium ist mit großer Mehrheit überzeugt, dass die Gesamtwirkung des Innenhofs unwesentlich beeinträchtigt und insbesondere die architektonische Intervention von Günther Domenig aus dem Jahre 2001 in ihrer Wirkung nicht geschmälert wird. Der Relevanz der Kongresshalle für die Erinnerungskultur und die Bildungsarbeit wird umfassend Rechnung getragen. Darüber hinaus werden die bisherigen Nutzungen in und im Umgriff der Kongresshalle nicht beeinträchtigt. Sie prägen weiterhin ohne Einschränkung die vielfältige demokratische Nutzung und Aneignung des Geländes.

Eine Positionierung des Ergänzungsbaus im Innenhof berücksichtigt zentrale ökologische Aspekte und ist Kriterien der Nachhaltigkeit verpflichtet: der Gewässerschutz bleibt gewährleistet; Eingriffe in den Baumbestand im Umgriff der Kongresshalle sind nicht notwendig; Ersatz- Habitate sind zu schaffen.

Ein Ergänzungsbau an der nordwestlichen Seite des Innenhofs garantiert schließlich eine zwingende funktionale und architektonische Verschränkung mit dem Bestand der Kongresshalle, in dem die verbleibenden Funktionsräume für das Interim untergebracht werden sollen. Diese Verschränkung verringert den Flächenbedarf für den Ergänzungsbau und scheint insofern wirtschaftlich.

Die Entscheidung für den Standort stärkt die Perspektiven zukünftiger Auseinandersetzungen und Nutzungen. Der Ergänzungsbau im Innenhof hat das Potential, dazu beizutragen, diesen historisch kontaminierten Ort wahrzunehmen und im demokratisch künstlerischen Sinn zu nutzen.“

Oberbürgermeister Marcus König betont die Bedeutung der Empfehlung: „Nürnberg steht vor wichtigen Entscheidungen im Umgang mit der Kongresshalle und deren kultureller Weiterentwicklung. Bewusst war die Standortfrage eines Operninterims zunächst offengelassen worden, denn es galt, alle auf dem Areal versammelten Interessen, insbesondere diejenigen der Erinnerungskultur, sorgsam abzuwägen. Mit der heute formulierten Empfehlung existiert nun eine fundierte, auf klaren Kriterien fußende Basis für die Diskussion und den Beschluss im Stadtrat.“

Kulturbürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner erklärt:
„Ein weiterer wichtiger Schritt ist erfolgt auf dem Weg, Nürnbergs Kongresshalle als Lern- und Kulturort weiterzuentwickeln, der national und international große Beachtung finden wird. Denn nicht nur für das Staatstheater Nürnberg ist die Standortempfehlung der Jury maßgeblich, sondern auch für Nürnbergs Künstlerinnen und Künstler, die an diesem Ort künftig arbeiten und präsentieren werden und natürlich auch für alle Institutionen, die im Bereich der Kongresshalle bereits wirken. Für die inspirierenden Vorschläge möchte ich allen Beteiligten herzlich danken, wie auch allen Mitgliedern der Jury für die Bereitschaft zu intensiver Diskussion und die vermittelten Impulse.“

Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich führt aus:
„Die Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände ist eine der bundesweit größten noch existierenden baulichen Hinterlassenschaften der NS-Diktatur. Technisch wurde das Gebäude nie vollendet, was Planungen für die weitere Nutzung gleichzeitig erschwert und ermöglicht. Seit 1945 ist die Nutzungsgeschichte divers, größtenteils jedoch ohne Berücksichtigung der Geschichte des Areals. Nun besteht die Möglichkeit, dem Ort im Lichte seiner heutigen Wahrnehmung mit der Errichtung eines Bauwerks für die Oper eine weitere Zeitschicht hinzuzufügen, die die gewollte Verletzung von Domenig nicht konterkariert, aber der ebenfalls gewollten Profanisierung in gekonnter Weise Vorschub leistet.“

Zur Ermittlung eines geeigneten Standorts für einen ergänzenden Aufführungssaal im Areal der Kongresshalle hatte die Stadt Nürnberg mit dem 3. Mai 2022 ein Gutachterverfahren angestoßen. Acht renommierte nationale und internationale Architekturbüros hatten sich auf Einladung der Stadt Nürnberg an der Formulierung eines Standortvorschlags beteiligt.

Die nun erfolgte Empfehlung der Jury bildet die Grundlage für die kommunalpolitischen Debatten und Entscheidungsprozesse. Zunächst berät am Freitag, 8. Juli 2022, die Opernhauskommission des Stadtrats die Empfehlung des Fachgremiums. Die letztgültige Entscheidung über den Standort eines Ergänzungsbaus im Areal der Kongresshalle für das Staatstheater Nürnberg wird in der Sitzung des Nürnberger Stadtrats am Mittwoch, 20. Juli 2022, getroffen.

Jury
Prof. Dr. Norbert Frei, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Prof. Nadja Letzel, Architektin und Studiendekanin; Professorin für Entwerfen und Bauen im Bestand an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Dr. Birgit Meyer, Intendantin Oper Köln Prof. Dip.-Ing. Architekt Mathias Pfeil, Generalkonservator, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
Birgit Rapp, Architektin, Amsterdam, Mitglied der Stadtgestaltungskommission der Stadt München

Dr. Rachel Salamander, Literaturwissenschaftlerin und Publizistin
Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter KZ-Gedenkstätte Flossenbürg; Honorarprofessor an der Universität Regensburg; Direktor Zentrum Erinnerungskultur
Prof. Dr. Stephan Trüby, Leiter des Instituts für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen an der Universität Stuttgart

Eingeladene Architekturbüros

Acht renommierte nationale und internationale Architekturbüros folgten der Einladung der Stadt Nürnberg, sich an dem Verfahren zu beteiligen. Deutlich wurde hierbei die internationale Relevanz, die dem Gesamtvorhaben zugeschrieben wird. Die eingeladenen Büros besitzen fundierte Expertise bei der Errichtung von großen, emblematischen und repräsentativen Kulturbauten. Weltweit waren und sind sie beteiligt an Planung und Errichtung großer Opern- und Konzerthäuser und weiterer Kultureinrichtungen.

Dabei handelt es sich um:
bez + kock architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart
BIG Bjarke Ingels Group, Copenhagen, New York, London, Barcelona, Shenzhen
Glöckner Architekten GmbH, Nürnberg
gmp International GmbH, Hamburg, Berlin, Aachen, Shanghai, Peking, Shenzhen, Hanoi
Hilmer Sattler Ahlers Albrecht Gesellschaft von Architekten mbH, München, Berlin
LRO GmbH & Co. KG, Stuttgart
Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Snøhetta AS, Oslo, New York, Innsbruck, San Francisco, Paris, Hong Kong, Adelaide

Die genannten Büros waren seit dem 3. Mai 2022 aufgefordert, Ideen zur Standortfrage eines für ein Operninterim notwendigen Ergänzungsbaus auf dem Areal um die Kongresshalle zu entwickeln und zu hinterlegen.

Kriterien

Die für einen Vorschlag zu einem geeigneten Standort zu beachtenden Kriterien wurden zuvor in einer Aufgabenbeschreibung klar hinterlegt und betrafen Aspekte aus Städtebau, Architektur, Funktionalität, Umweltschutz, Naturschutz, Gewässerschutz, Bodenschutz, Wirtschaftlichkeit und den Zeitpunkt der Umsetzbarkeit.

Darunter fielen etwa geltendes Planungsrecht nach Paragraph 34 oder 35 Baugesetzbuch (BauGB), die architektonische Einbindung in das Gesamtensemble, der Umgang mit den erinnerungskulturellen Dimensionen des Gebäudes beziehungsweise des Geländes, die Einbindung in die Bedarfe der unmittelbar betroffenen Nutzerinnen und Nutzer, die Einbindung in die übergreifende Entwicklung des Kulturstandorts Kongresshalle mit Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberger Symphoniker, Ermöglichungsräumen und Depots sowie eine verkehrs- und stadtplanerische Lösung mit Blick auf Anbindung an ÖPNV und Parkraummanagement.

Desweiteren waren gefordert die Unterbringung aller erforderlichen Funktionen im Interimsbau, die funktionale und architektonische Anbindung des Interimsbaus an den Bestand, die funktionale Verschränkung von Operninterim und Ermöglichungsräumen, die Andienung und die Erreichbarkeit von ÖPNV (Länge bis Eingang).

Zudem galt es, das ökologische Gesamtkonzept, den Schutz von Flora und Fauna, den Gewässerschutz und Fragen der Flächenversiegelung zu berücksichtigen sowie geschätzte Baukosten unter Berücksichtigung von Gründungsaufwand, bauphysikalischem Aufwand, Verdrängung bereits vorhandener Nutzungen und der ökologischen Gesamtsituation, Nachnutzbarkeit und Nachhaltigkeit mit einzubeziehen. Terminliche Vorgaben umfassten eine mögliche Umsetzung bis zum Jahr 2025 sowie die Beachtung diverser Erlaubnis-/ Genehmigungsverfahren. alf

Entwürfe

Alle Entwürfe und Texte zu den eingereichten Vorschlägen sind ab sofort einsehbar unter https://go.nuernberg.de/standort

 

NÜRNBERG/BASSAR. Das Klinikum Nürnberg baut zu seinem 125-jährigen Bestehen ein neues Kinderklinikum mit Geburtshilfe – und auch in Bassar im westafrikanischen Togo soll ab 2023 ein Kinderkrankenhaus entstehen. Beide Projekte stehen im Mittelpunkt des Besuches einer Delegation aus Togo anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Klinikpartnerschaft zwischen dem Klinikum Nürnberg und dem Hôpital de Bassar. Mit dabei sind neben dem König und dem Bürgermeister von Bassar auch Ärzte und Pfleger sowie eine Geburtshelferin, die sich im Klinikum Nürnberg mit Kolleginnen und Kollegen fachlich austauschen.

 

2017 wurde die Klinikpartnerschaft zwischen dem Klinikum Nürnberg und dem Hôpital in Bassar besiegelt. Vieles hat das ehrenamtliche Team rund um Rali Guemedji, die 2012 auch den Nürnberger Verein Fi Bassar „Rettet Bassar“ ins Leben gerufen hat, seither mit Unterstützung des Klinikums, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und vielen weiteren Helfern und Spendern auf die Beine gestellt.

So konnten ein Brunnen, ein Gästehaus und eine Berufsschule für die Kleinstadt im Nordwesten des westafrikanischen Landes gebaut werden, das mit seinen rund acht Millionen Einwohnern zu den ärmsten Ländern Afrikas zählt. Mitarbeitende des Klinikums Nürnberg und des Vereins Fi Bassar e.V. organisierten Hilfslieferungen mit Schutzkleidung und medizinischem Gerät, im vergangenen Herbst wurde sogar ein Rettungswagen nach Bassar geschickt, für den Mitarbeitende des Klinikums gespendet hatten.

 

250 Operationen in fünf Jahren

Sechsmal war ein medizinisches Team des Klinikums Nürnberg bereits in Bassar im Einsatz, schulte Mitarbeitende und bot kostenlose Operationen an. Über 250 Patientinnen und Patienten – darunter vielen Kindern – konnte so geholfen werden.

„Unsere Schulungen in Kinderheilkunde, Anästhesie, Geburtshilfe und Sonographie werden in Zukunft noch intensiver fortgesetzt, wenn wir uns auf die Kindergesundheit fokussieren“, betont Dr. Franz Köhler, Projektleiter der Klinikpartnerschaft am Klinikum Nürnberg und selbst Anästhesist. Weil die pädiatrische Versorgung im Hôpital von Bassar sehr rudimentär ist - es gibt keine spezielle Ausstattung für Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder - weder Betten, noch Geräte, Medikamente oder Personal – will sich das Team der Klinikpartnerschaft nun auf die Kindergesundheit konzentrieren und plant zum fünfjährigen Bestehen ein eigenes Kinderkrankenhaus für Bassar.

„Wir hoffen, dass, wenn das Krankenhaus einmal steht, Bassar auch eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt bekommen wird und schwerkranke Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder vor Ort versorgt werden können und nicht erst in eine entfernte Kinderklinik verlegt werden müssen“, sagt Rali Guemedji, die als Gesundheits- und Krankenpflegerin am Klinikum Nürnberg arbeitet und togolesische Wurzeln hat. Das Klinikum habe die Projekte der Klinikpartnerschaft bisher großzügig unterstützt, „wir sind dankbar dafür, hier immer auf ein offenes Ohr zu stoßen.“

 

Vieles hat sich in Bassar verbessert

„Die Klinikpartnerschaft mit Bassar ist für das Klinikum Nürnberg eine echte Herzensangelegenheit“, betonte Vorstandsvorsitzender Prof. Achim Jockwig anlässlich des Empfangs der Delegation aus Togo. „Ich habe großen Respekt vor dem, was hier ehrenamtlich geleistet wird. Wo immer wir in Zukunft unterstützen können, tun wir das gerne.“

Bitemi Wake Yawanke, König der rund 125 000 Menschen zählenden Region rund um Bassar, und Djani Lentame Kokou, Bürgermeister der gleichnamigen Stadt, bedankten sich für die Einladung nach Nürnberg und die großzügige Unterstützung. „Ich sage Danke im Namen meines ganzen Volkes“, so der König.

Vieles habe sich seit dem Engagement durch die Klinikpartnerschaft und den Verein Fi Bassar e.V. in Bassar bereits zum Besseren verändert - von der Bildung über den Umweltschutz bis hin zur medizinischen Versorgung. Man werde auch vor Ort alles Machbare tun, um das Projekt Kinderkrankenhaus zu ermöglichen. „Unsere Mittel sind eingeschränkt, aber wir wissen, wie wichtig es ist und sind sehr sehr dankbar für die Hilfe “, ergänzte der Bürgermeister. Die Kindergesundheit sei etwas ganz Entscheidendes für das Wohl der ganzen Region: „Denn gesunde Kinder werden gesunde Erwachsene.“

 

 

Gespendetes Ultraschallgerät hilft bei Diagnose

Wie hilfreich die Unterstützung aus Nürnberg vor Ort konkret ist, schilderte Zenabou Adam, Geburtshelferin aus Bassar. Dank eines gespendeten Ultraschallgerätes habe sich beispielsweise die Diagnostik bei Schwangeren deutlich verbessert. „Wir können dadurch rechtzeitig erkennen, wie es dem Kind geht und notfalls eine Operation einleiten. Das ist ein großer Fortschritt“, sagt Adam. Umso größer war die Freude bei der Delegation, als sie erfuhr, dass über Spenden an den Verein ein weiteres Ultraschallgerät für das Hôpital in Bassar angeschafft werden konnte.

Für das Kinderkrankenhaus in Bassar, das auf dem Gelände des bisherigen Krankenhauses entstehen soll, gibt es bereits konkrete Pläne: Den Entwurf für das Gebäude mit Kranken – und Aufenthaltsräumen, Küche und Spielbereich haben Blauhaus Architekten aus Nürnberg unentgeltlich erarbeitet, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hat 100.000 Euro Fördermittel in Aussicht gestellt, nicht zuletzt sind 250 Tonnen Zement durch ein großes deutsches Bauunternehmen, das sich auch in Togo engagiert, bereits zugesagt. Dennoch bleibt ein Brocken von 100.000 Euro, den es für den Verein noch zu stemmen gilt. „Sobald wir das Geld zusammen haben, fangen wir an zu bauen“, sagt Rali Guemedji.

Die Abordnung aus Bassar erwartet in den kommenden Tagen nun ein volles Programm. Neben Arbeitsgesprächen mit der Stadt Nürnberg und dem Amt für Internationale Beziehungen sowie einem Empfang beim Oberbürgermeister stehen auch ein Benefizkonzert im Klinikum für das Kinderkrankenhaus in Bassar, eine Jubiläumsfeier zu 10 Jahre Verein Fi Bassar in der „Luise“ sowie der Besuch des Kinder- und Familienfestes zum 125- jährigen Bestehen des Klinikums Nürnberg am kommenden Samstag, 2. Juli, ab 13 Uhr auf dem Gelände des Klinikums Süd auf dem Programm.

In der zweiten Woche sind für die medizinischen Mitarbeiter des Krankenhauses diverse Hospitationen, unter anderem in der Geburtshilfe des Klinikums Nürnberg geplant, während König und Bürgermeister sowie die mitgereisten Vertreter der Regierung und der NGOs wieder die Heimreise nach Bassar antreten.

 

Das Klinikum Nürnberg ist eines der größten kommunalen Krankenhäuser in Deutschland und bietet das gesamte Leistungsspektrum der Maximalversorgung an. Mit 2.233 Betten an zwei Standorten (Klinikum Nord und Klinikum Süd) und 7.000 Beschäftigten versorgt es knapp 100.000 stationäre und 170.000 ambulante Patienten im Jahr. Zum Klinikverbund gehören zwei weitere Krankenhäuser im Landkreis Nürnberger Land.

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Nürnberg wurde 2014 gegründet und ist zweiter Standort der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. In Nürnberg werden jährlich 50 Medizinstudierende ausgebildet. Das Curriculum orientiert sich eng an der Ausbildung der amerikanischen Mayo-Medical School. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität kooperiert zudem mit weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland.

Bauarbeiten zum Interims-Geriatrie-Modulbau des Klinikums Main-Spessart schreiten voran

Im Juli werden die Gebäudemodule angeliefert und anschließend auf dem Krankenhausgelände aufgebaut.

 

Lohr a. Main, 27.06.2022.

Am Klinikum Main-Spessart in Lohr entsteht derzeit ein Interims-Modulbau zur Unterbringung der Geriatrie, der sogenannten Altersmedizin. Damit die Abteilungen der Akutgeriatrie und Geriatrischen Rehabilitation im Dezember eröffnet werden können, stehen nun weitere wichtige Bauschritte an. Darüber informierte das Klinikum Main-Spessart den Werkausschuss in seiner Sitzung am 23. Juni in Karlstadt.

 

Arbeiten befinden sich im Zeitplan 

Im  März erteilte der Kreistag des Landkreises in seiner Sitzung die Freigabe zur Beauftragung des Modulbaus, der im November fertiggestellt  werden  soll. Im Mai folgten daraufhin Erschließungs-und Gründungsarbeiten auf dem Gelände, das direkt an das Akutkrankenhaus angrenzt. 

„Parallel wurden ab Ende Mai die Module im Werk produziert. Über den Zwischenstand wurden wir direkt aus dem Werk mit Fotos auf dem  Laufenden gehalten. Das sieht bisher alles sehr gut aus“, freut sich Klinikreferent René Bostelaar über den Fortschritt des Projekts und Sven  Kremer, Leiter der Abteilung Bau und Technik ergänzt: „Die Bauarbeiten befinden sich im Zeitplan“. In den kommenden Tagen werde nun die Bodenplatte gegossen. Anschließend stehenAnfang Juli die Anlieferung und Montage der Module an.

 

Anlieferung der Module ist eine logistische Herausforderung

Ab Dienstag, 5. Juli werden die insgesamt 48 Modulbauteile angeliefert. Pro Tag erreichen –von der Ludwigstraße in Lohr kommend–sechs Bauteile das Klinikum. „Die Anlieferung ist aufgrund der Größe der Bauteile und der Lastkraftwagen eine logistische Herausforderung, die wir deshalb zusammen mit den Behörden und der Polizei genau besprochen haben, denn es kann zu verkehrsbedingten Einschränkungen kommen“, so Kremer. Beispielsweise müssen aufgrund des Verkehrsaufkommens einzelne Parkflächen in der Ludwigstraße, sowie an der Westtangente zeitweise gesperrt werden. Sobald die Module mittels Kran auf der Baufläche montiert sind,  werden diese ausgebaut. Vom Werk kommend haben die Räume zudem einen Vorfertigungsgrad von rund 50 bis 70 % –Fenster sind so bereits enthalten oder Wände  gefliest. Die ausstehenden Arbeiten werden dann vor Ort erledigt.  

 

1.400 Quadratmeter zur Behandlung geriatrischer Patienten

Der entstehende Modulbau umfasst auf rund 1.400 Quadratmeter 40 Betten für die Geriatrische Rehabilitation und Akutgeriatrie und wird auf dem Gelände des Klinikums in Lohr gebaut. Platz ist hier bei sowohl für Einzel-und Doppelzimmer der Patienten, als auch für die erforderlichen Therapie-, Personal-und Nebenräume. Damit erfüllen die beiden Abteilungen des Eigenbetriebs alle Vorgaben des Fachprogramms der Geriatrie. Ebenfalls im Gebäude untergebracht ist ab Eröffnung die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, die in das Obergeschoss des Gebäudes ziehen wird. Die Verlagerung der geriatrischen Abteilungen des KlinikumsMain-Spessart war nötig, da zum Ende des Jahres 2021 das ehemalige Krankenhaus in Marktheidenfeld geschlossen wurde. Da der Platz im Akutkrankenhaus jedoch begrenzt ist, entschied sich das Klinikum mit Freigabe durch den Kreistag für die Unterbringung in Interims-Modulen, die die Zeit bis zum Einzug in den Neubau des Klinikums am Sommerberg überbrücken. 

 

Geriatrie mit jahrzehntelanger Erfahrung

Bereits seit Jahrzehnten ist die geriatrische Versorgung durch das Klinikum Main-Spessart etabliert. Im vergangenen Jahr feierte die Akutgeriatrie zehnjähriges Bestehen und die geriatrische Rehabilitation sein 25-jähriges Jubiläum. Geleitet wird die Abteilung durch Chefärztin Natalie Preiß. Die Fachärztin für Neurologie und klinische Geriatrie ist an der Planung der Räumlichkeiten beteiligt und fiebert der Inbetriebnahme entgegen: „In den vergangenen beiden Jahren mussten wir aufgrund der Pandemie unsere beiden Abteilungen schließen. Jetzt entsteht hier am Standort Lohr etwas tolles Neues und unser Team aus verschiedenen Berufsgruppen freut sich, wieder für die geriatrischen Patienten da sein zu können. “Die Geriatrie beschäftigt sich mit den Erkrankungen des alternden Menschen. Häufig sind    geriatrische Patienten multimorbide, das heißt, es liegen gleichzeitig verschiedene Erkrankungen vor und nicht selten haben sie bereits einen Pflegegrad. Die geriatrische Behandlung befasst sich mit körperlichen, funktionellen, geistigen, psychischen und sozialen Aspekten älterer Menschen. Häufig kommen Patienten nach Schlaganfällen, Frakturen oder chirurgischen Eingriffen in die Geriatrie. In der Akutgeriatrie findet  parallel zur Behandlung einer akuten Erkrankung, etwa einer Lungenentzündung, eine Frühreha statt mit dem Ziel, Bettlägerigkeit und Komplikationen zu vermeiden. In der Geriatrischen  Rehabilitation  sind  die  Patienten bereits fitter und mobiler: Sie benötigen meist weniger medizinische Diagnostik oder intensivere Behandlung während des Aufenthalts und können deshalb bereits mehr an den aktivierenden Therapieeinheiten teilnehmen. Beide Abteilungen haben dabei ein gemeinsames Ziel: die Selbstständigkeit des Patienten zu stärken.

 

Über das Klinikum Main-Spessart

Das Klinikum Main-Spessart, ein Eigenbetrieb des Landkreises Main-Spessart, beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeitende an den Standorten Lohr am Main, Marktheidenfeld und Gemünden. Als leistungsstarkes Krankenhaus der Akut-,Grund-und Regelversorgung mit zentraler Notaufnahme und als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Würzburg bietet es ein breites Spektrum moderner Hochleistungsmedizin auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Ein Bildungszentrum für Pflegeberufe, ein geriatrisches Zentrum sowie zwei Senioreneinrichtungen runden das wohnortnahe Angebot ab. Als Leuchtturmprojekt des Freistaates Bayern entsteht am Standort Lohr ein  neues Zentralklinikum mit einer Nutzfläche von rund 17.000 Quadratmeter und 280 Betten. Das  Bauvorhaben wird mit mindestens 99,28 Mio. Euro finanziell gefördert.

Saadet Avrupa Nürnberg Bölgesi korona nedeniyle yapamadığı olağan genel kurul toplantısını yaptı. Nürnberg Gibitzenhof str 161- 90443 Nürnberg adresindeki ofisinde gerçekleşen Hasan İspir Hocanın okduğu Kuran-I Kerim tilavetiyle başlayan olağan genel kurul toplantısı sonunda Saadet Nürnberg Başkanı Ali Sait Küçük ile yola devam kararı alındı.


Toplantıya, Saadet Avrupa Genel Merkezi Nürnberg Sorumlusu Taner Kuzhan, Teşkilatlanma Başkanı Hasan Emir ve Sosyal İşler Başkanı Bahri Tükenmez, Bölge Yönetim Kurulu Üyeleri ve Şube Temsilcileri ile saadet Avrupa Nürnberg üyeleri katıldı.


Bünyamin Özçelik ‘in mali raporunu açıklamasının ardından Saadet Nürnberg Teşkilatlanma Başkanı Musa Tamer’in faaliyet raporunu okudu. Tamer, ‘50 tane Sivil Toplum Örgütleri başta olmak üzere Esnaf ziyaretlerinde bulunulduğunu ve Kuzey Bavyera Bölgesinde faaliyet gösteren Türkiye’deki siyasi partilerin yurtdışında çalışmalarda bulunan derneklerin başkan ve temsilcilerinle toplantı gerçekleştirerek, yurt dışında yaşayan vatandaşlarımızın problemlerini çözmek için birlikte hareket etme kararı aldık ‘dedi.


Sadet Avrupa Nürnberg Bölge Başkanlığına devam kararı verilen Ali Sait Küçük tebrikleri kabul ettikten sonra kısa bir konuşma yaptı. Küçük, ‘‘yapmak istediğimiz çalışmalarımızı insan ayırımı gözetmeden. İnsanın dinine, diline, ırkına bakmadan sevgi ve saygı çerçevesinde birlik, beraberlik, dayanışma içerisinde yaparız ‘‘dedi. Küçük, Adaletin olmadığı yerde haksızlık vardır zulüm vardır ve züllümün altında insanların huzur bulması gerekir ve hakka dayanmayan sistemin bir sistemin adil olmasını beklemek yanlıştır dedi.