Die höheren Energiepreis und fehlende Planbarkeit stellen Kitzinger Industrieunternehmen „Frankenguss“ vor gravierende Herausforderungen

Foto: Foto: Benno Küllmer Bildunterschrift v.l.n.r. die SPD-Delegation mit Geschäftsführer Josef Ramthun vor dem Schmelz- und Warmhalteofen: Gennaro Fasel, Othmar Höhner von der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit AfA, Dr. Jürgen Kössler, Karin Jung, Katharina Räth (AfA), MdL Volkmar Halbleib, Geschäftsführer Josef Ramthun, MdB Markus Hümpfer, Manfred Paul, Robert Finster Foto: Foto: Benno Küllmer Bildunterschrift v.l.n.r. die SPD-Delegation mit Geschäftsführer Josef Ramthun vor dem Schmelz- und Warmhalteofen: Gennaro Fasel, Othmar Höhner von der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit AfA, Dr. Jürgen Kössler, Karin Jung, Katharina Räth (AfA), MdL Volkmar Halbleib, Geschäftsführer Josef Ramthun, MdB Markus Hümpfer, Manfred Paul, Robert Finster

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Die Lage ist ernst für den Kitzinger Industriebetrieb „Franken Guss“. Die aktuellen Energiepreise und die unsicheren Perspektiven für die Kostenentwicklung in den nächsten Jahren machen den Hersteller von Aluminium- und Eisengussstücken für die Automobilindustrie zu schaffen. Vor allem die hohen Strompreise werden zunehmend zur Belastung. Daher war der Besuch des Bundestagsabgeordneten Markus Hümpfer, des Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib und weitere ausgewählte Personen der SPD am 09.12.2022 wichtig, um Herausforderungen und Lösungen für das Unternehmen zu erörtern. Das Unternehmen benötigt derzeit pro Jahr etwa 100 Gigawattstunden Koks, das für die Schmelze von Stahlschrott notwendig ist, 50 Gigawattstunden Gas und 50 Gigawattstunden Strom.

Der Geschäftsführer von „Franken Guss“ Josef Ramthun erklärte die schwierige Situation: „Wir wissen momentan gar nicht mehr, was normale Zeiten sind. Wir kommen von einer Krise in die nächste. Im Vergleich zu dem, was uns jetzt bevor steht, waren die Finanzkrise und Corona noch verhältnismäßig leicht zu managen. Die Energiekrise ist wesentlich komplexer und hat viel stärkere Auswirkungen. Ohne Planungssicherheit kann ich nicht garantieren, dass mein Unternehmen die Krise durchhalten wird.“

Die hochrangige SPD-Delegation, zu der auch stellvertretender Landrat Robert Finster, der SPD-Kreisvorsitzende Dr. Jürgen Kößler und die Kitzinger Fraktionsvorsitzende Manfred Paul gehörte, machte deutlich, dass der Erhalt des Industriestandorts Kitzingen und die Sicherung der 650 Arbeitsplätze bei Franken Guss ein zentrales Anliegen ist.

MdB Markus Hümpfer erläuterte, wie der Strom- und Gaspreisdeckel, die der Bundestag aktuell beschließt, der Industrie und damit auch Franken Guss in Kitzingen zugutekommt. „Durch den Garantiepreis von 13 ct/kWh (netto) für 70 Prozent der bisherigen Verbrauchsmenge für die Industrie bekommen die Unternehmen wieder Planungssicherheit. Außerdem werden Härtefallregelungen für energieintensive Unternehmen beschlossen,“, so Hümpfer.

Josef Ramthun befürchtet, dass die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme des Energiepreisdeckels für die Unternehmensgruppe nicht erfüllt werden können.

Volkmar Halbleib signalisierte Unterstützung für die Anstrengungen von Franken Guss ein inklusives überbetriebliches Ausbildungszentrum am Standort Kitzingen zu etablieren, um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. Immerhin bilde das Unternehmen pro Jahr 12 junge Menschen aus und habe erst vor kurzem auch einen Preis des Bundeswirtschaftsministeriums für die Kooperation Wirtschaft und Schule erhalten. Sehr positiv wertete die SPD-Delegation, dass Franken Guss nach wie vor ein Unternehmen mit starker Tarifbindung ist.

Aytürk

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