Zu neuesten Erkenntnissen der Kardiologie weitergebildet

Petra Herteux, Pflegekraft in der Inneren Medizin II - Kardiologie und Intensivmedizin des Klinikums Main-Spessart mit Chefarzt Dr. med. Kilian Distler. Foto: Franziska Schön Petra Herteux, Pflegekraft in der Inneren Medizin II - Kardiologie und Intensivmedizin des Klinikums Main-Spessart mit Chefarzt Dr. med. Kilian Distler. Foto: Franziska Schön

Petra Herteux, Pflegekraft des Klinikums Main-Spessart absolviert erfolgreich Weiterbildung zur kardiologischen Fachassistenz. 

Lohr a. Main, 27.05.2022.
Die Kardiologie, die Lehre vom Herzen, entwickelte sich vor allem in den vergangenen Jahren immer weiter. Die Versorgung der Patienten in diesem Fachbereich wird daher immer komplexer und fordert auch das ausgebildete Personal immer mehr. Die gelernte Krankenschwester Petra Herteux entschied sich deshalb auch nach 30 Jahren Berufserfahrung zur Weiterbildung als kardiologische Fachassistenz, die sie nun erfolgreich abschloss. 

Breites Themenspektrum deckt sich mit Arbeitsalltag 

„In der Fachweiterbildung wird noch einmal spezifischer auf das Fachwissen der Kardiologie eingegangen und die eigenen Kompetenzen ergänzt“, freut sich Herteux über den Abschluss der Weiterbildung. In insgesamt 15 Modulen wurden den Teilnehmenden des Kurses an der Christlichen Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe Halle zahlreiche Handlungsfelder nähergebracht. Die Themen reichten von den Grundlagen der kardiologischen Pflege über die invasive und nicht-invasive Kardiologie und Herzschrittmachertherapie bis hin zur Pharmakologie und EDV im Herzkatheterlabor. „Alles Inhalte, die auch praktisch bei uns im Herzkatheterlabor tagtäglich Anwendung finden“, fasst sie zusammen. Jedes Modul in der rund 7 Monate dauernden Weiterbildung wurde mit einer Prüfung abgeschlossen. 

Den Höhepunkt des Kurses bildete die Hospitation. Aufgrund der Pandemie zwar nur eingeschränkt möglich, erinnert sich Herteux dennoch gerne daran: „Wir hatten die Möglichkeit in andere Krankenhäuser zu schnuppern und ich konnte so beispielweise die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen des Krankenhauses St. Elisabeth in Halle kennenlernen.“ 

Um die insgesamt 240 Stunden der Weiterbildung meistern zu können, war die Mitarbeiterin des Klinikums in dieser Zeit freigestellt. Besondere Unterstützung kam vor allem von Dr. med. Kilian Distler, dem Chefarzt der Inneren Medizin II – Kardiologie und Intensivmedizin am Klinikum Main-Spessart. „Der Austausch und die Weiterbildung in Medizin und Pflege sind enorm wichtig, deshalb bin ich dem Weiterbildungswunsch von Frau Herteux gerne nachgekommen“, so Distler. 

Zum Abschluss der berufsbegleitenden Weiterbildung fertigte die Pflegekraft eine Facharbeit zur Stress-Kardiomyopathie an – besser bekannt als das Broken-Heart- Syndrom. Die Facharbeit präsentierte sie in Form eines Fachreferates beim Abschlusskolloquium, dem noch eine mündliche Prüfung folgte. 

Herzkatheterlabor ist das Herzstück der Abteilung 

Petra Herteux ist seit Beginn ihrer Karriere im Klinikum Main-Spessart Lohr beschäftigt. Nach ihrem Examen 1992 war sie zunächst in der Inneren Abteilung eingesetzt. Als 2017 die Kardiologie als eigene Abteilung etabliert wurde, wechselte sie dorthin und arbeitet seitdem im Herzkatheterlabor, welches das Herzstück der Kardiologie ist. 

Jährlich werden hier mehr als 1000 Interventionen und Operationen durchgeführt. Dazu gehören zum Beispiel die Untersuchung der Herzkranzgefäße und die Erweiterung verengter Adern mit Stentimplantation. Zudem besteht eine 24-Stunden- Herzkatheterbereitschaft an 365 Tagen im Jahr zur Behandlung des akuten Herzinfarktes, so dass Patienten im Notfall jederzeit schnell und sicher vor Ort behandelt werden können. Damit hier alles reibungslos funktioniert, braucht es ein gut eingespieltes Team, wie Dr. med. Distler bekräftigt: „Wir arbeiten Hand in Hand. Jeder kann sich auf den anderen verlassen. Das ist mir persönlich auch sehr wichtig.“ 

Die Innere Medizin II - Kardiologie und Intensivmedizin bietet daher allen Patienten eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Die Abteilung verfügt über modernste Geräte in der kardiologischen Funktionsdiagnostik, die zusammen mit der großen Erfahrung der Ärzte und Fachkräfte eine optimale Diagnostik und Therapie gewährleisten. 

 

 

Über das Klinikum Main-Spessart 

Das Klinikum Main-Spessart, ein Eigenbetrieb des Landkreises Main-Spessart, beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeitende an den Standorten Lohr am Main, Marktheidenfeld und Gemünden. Als leistungsstarkes Krankenhaus der Akut-, Grund- und Regelversorgung mit zentraler Notaufnahme und als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Würzburg bietet es ein breites Spektrum moderner Hochleistungsmedizin auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Ein Bildungszentrum für Pflegeberufe, ein geriatrisches Zentrum sowie zwei Senioreneinrichtungen runden das wohnortnahe Angebot ab. Als Leuchtturmprojekt des Freistaates Bayern entsteht am Standort Lohr ein neues Zentralklinikum mit einer Nutzfläche von rund 17.000 qm und 280 Betten. Das Bauvorhaben wird mit mindestens 99,28 Mio. Euro finanziell gefördert. 

Aytürk

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